Lokalsport
Gemischte Bilanz beim Nachwuchs

Mountainbike Magenprobleme bremsen Patricia Hafer beim Swiss Bike Cup in Lugano aus. Pia Pflüger wird drittbeste Deutsche. Von Armin Küstenbrück

Pia Pflüger überzeugte in der Schweiz. Foto: Armin Küstenbrück

Lugano. Die Mountainbike-Strecke am Monte Tamaro nördlich von Lugano gilt als eine der herausforderndsten der Schweiz. Beim zweiten Lauf zum Swiss Bike Cup maßen sich aber nicht nur die Profis auf dem ehemaligen WM- und EM-Kurs, im Rahmen der UCI Junior Series kämpften auch die Nachwuchsfahrer um Punkte für die Weltrangliste und auch um die Qualifikation zur Europameisterschaft im rumänischen Cheile (8. bis 12. Mai).

Unter den Augen von Junioren-Bundestrainer Marc Schäfer kämpften sich die Nachwuchshoffnungen durch das große Starterfeld – bis auf Patrica Hafer (Stevens Racing) aus Nürtingen. Für die 16-Jährige sollte es der erste Einsatz im Nationaltrikot für den Bund Deutscher Radfahrer werden. Doch Magenprobleme machten der Fahrerin vom MTB Teck einen Strich durch die Rechnung. Auch wenn es ihr am Sonntagmorgen wieder etwas besser ging, entschied sie zusammen mit Schäfer, am Monte Tamaro nicht an den Start zu gehen: „Jetzt geht es erst mal darum, wieder fit zu werden“, so Hafer, die nun zum Trainingslager nach Finale Ligure in Italien weitergereist ist. Ihr nächstes Ziel: das Junior-Series-Rennen im Rahmen der österreichischen und italienischen Liga in Nals nördlich von Bozen in zwei Wochen.

Dort will auch ihre Vereinskollegin Pia Pflüger (Lindenberg, RBW Bike Shop Freiburg) an den Start gehen. Obwohl nicht dem Nationalkader angehörig, war sie am Monte Tamaro als 15. beste Deutsche, 6,42 Minuten hinter der Schweizer Siegerin Lara Liehner (Siegerzeit: 1.06,06 Stunden). „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich voll zufrieden“, sagte die Dritte der Deutschen Meisterschaften des Vorjahres nach dem Rennen im Tessin. „Ich hatte einen mega Start erwischt und bin als Neunte in die erste Abfahrt gegangen.“

Zwar konnte sie die Platzierung nicht ganz halten, vor allem, weil sie nach eigener Aussage in der ersten Rennhälfte zu wenig Verpflegung zu sich nahm. „Ich habe gezeigt, was ich kann“, zeigte sie sich zuversichtlich, dass sie auch beim Bundestrainer Eindruck hinterlassen hat. „Im Vergleich zu letzter Woche lief es heute schon viel besser. Es ist schön zu sehen, wie sehr sich das Training im Winter gelohnt hat“, so Pflüger, die seit September im Sportinternat in Freiburg wohnt. Auch sie will in zwei Wochen in Nals am Start stehen, wo eine technisch und konditionell ähnlich anspruchsvolle Strecke wartet.