Kirchheim. Auf der Sportanlage Lehenäcker erwartet der TSV Jesingen den TV Neidlingen. Ein interessanter Vergleich, der in den Neunzigerjahren stets zu den Highlights der Saison gehörte. Absteiger TSV Ötlingen gastiert auf seiner Abschiedstour beim TSGV Großbettlingen. Offen ist noch die Frage nach dem vierten Absteiger. Der TB Neckarhausen hat die letzte Chance, mit einem Heimsieg gegen den TSV Kohlberg den Anschluss ans hintere Mittelfeld zu schaffen.
Auf die SF Dettingen kommt eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen den TSV Grafenberg beim VfB Neuffen eine ernstzunehmende Generalprobe zu. Abteilungsleiter Wolfgang Mutzbauer: „Das wird nicht einfach. Die wollen gegen uns auf keinen Fall verlieren.“ Keine guten Erinnerungen hat der Tabellenführer ans letzte Gastspiel auf dem Spadelsberg. Da gab es für die Dettinger eine 0:8-Packung. Spielertrainer Heiko Blocher: „Wir haben ganz klar noch eine Rechnung offen“.
Die TG Kirchheim hat sich durch den 6:2-Sieg gegen den TSV Kohlberg den Klassenerhalt mit 41 Pluspunkten schon gesichert. Respekt vor dem Aufsteiger. Jetzt kann Spielertrainer Branko Kalfic mit seinen Jungs unbeschwert aufspielen. Vielleicht gelingt ja auf dem Sportgelände Buckenwiesen in Grafenberg sogar eine Überraschung. Schließlich konnte der Bezirksligaabsteiger in den vergangenen Wochen nicht immer überzeugen. Und die Turngemeinde könnte so den Sportfreunden den Weg zum Aufstieg ebnen.
In den Lehenäckern kommt es seit Langem einmal wieder zum Derby gegen den TV Neidlingen. Letztmals gastierten die „Lindachtaler“ vor zehn Jahren in Jesingen. Da ging es noch um Bezirksligapunkte. Diese goldenen Zeiten sind vorbei. Trotzdem sind beide Teams ehrgeizig genug und wollen erfolgreich sein. Marc Kaisner, Spielertrainer des TSV Jesingen: „Wir wollen noch Dritter werden.“ Nach dem starken Auftritt gegen den TSV Beuren und einem 5:0-Sieg ist Kaisner zuversichtlich. Der TV Neidlingen hingegen muss wohl auf Jochen Hepperle verzichten. Der Goalgetter hat private Verpflichtungen. Trotzdem fahren die Neidlinger nach vier Siegen in Folge mit viel Selbstvertrauen in die Lehenäcker. Roland Schumacher meint dennoch: „Wir sind klarer Außenseiter. Mit einem Punkt wären wir schon zufrieden“.
Der TSV Ötlingen hat sich mit dem Abstieg inzwischen abgefunden. Spielleiter Mathias Schlanderer: „Ich bin froh, wenn die Runde vorbei ist. „Personell sieht es im Rübholz derzeit ziemlich düster aus. Vor allem in der Abwehr. Schlanderer: „Ich weiß noch nicht, wer gegen Großbettlingen im Tor stehen wird.“
Die spannende Frage nach dem vierten Absteiger ist weiterhin offen. Dem TB Neckarhausen fehlen bereits vier Punkte auf den Relegationsplatz. Am Sonntag könnte der Abstand ans hintere Mittelfeld mit einem Heimsieg gegen Absteiger TSV Kohlberg verkürzt werden. Doch auch die Bezirksligareserve des FV 09 Nürtingen hat beim TSV Altdorf keine unlösbare Aufgabe vor sich. Dem FC Frickenhausen II droht immer noch die Relegation. Beim TSV Raidwangen ist die Verbandsligareserve nur Außenseiter.
