Kirchheim. In den letzten beiden Spielen hat der AC Catania Kirchheim nur einen Treffer erzielt: 0:1 beim GSV Dürnau, 1:1 gegen den FV 09 Nürtingen. Händeringend sucht Catania-Spielertrainer Cesare D’Agostino nach einem Vollstrecker. „Bis zum Tor kombinieren wir sehr gut, aber wir brauchen einen ‚Killer‘, der die Chancen einfach reinmacht.“ In den letzten Spielen war diesbezüglich nur Verlass auf Mittelfeldspieler Michel Forzano. Der 22-Jährige erzielte am letzten Sonntag bereits seinen 15. Saisontreffer. Trotzdem: die Catania-Offensivmisere bleibt. „Mir kommt es so vor, als wenn bei uns immer Ostern und Weihnachten ist. Wir verschenken unsere Punkte“, sagt D’Agostino mit einem Anflug von Ironie.
Das Auslassen der besten Einschussmöglichkeiten macht sich auch in der Tabelle bemerkbar. Mit 28 Punkten ist der Aufsteiger noch lange nicht aus dem Schneider. „Normalerweise müssten wir zehn Punkte mehr auf unserem Konto haben.“ Beim TSV Harthausen gibt es jetzt in zweierlei Hinsicht etwas gutzumachen. Zum einen gab es in der Vorrunde eine ärgerliche 3:4-Heimniederlage – der Tabellenletzte feierte seinen bisher einzigen Sieg. Zum anderen wollen die AC-Stürmer gegen die mit 86 Gegentreffern schwächste Liga-Abwehr ihre Ladehemmung ablegen.
Fünf Punkte weniger als der AC Catania besitzt die SGEH auf dem 13. Tabellenplatz, der zur Abstiegsrelegation berechtigen würde. „Ich wünsche mir mehr das richtige Ergebnis, als ein gutes Spiel“, sagt SGEH-Abteilungsleiter Frank Zintgraf. Vor allem das unglückliche 1:1 beim TV Unterboihingen vor Wochenfrist ärgert Zintgraf noch: „Das Spiel müssen wir chancenmäßig eigentlich klar gewinnen, und dann kassierten wir in der 94. Spielminute auch noch den Ausgleich.“ Es sind Punkte, die in der Endabrechnung fehlen könnten. Dennoch sind Zintgraf, Trainer Pedro Pereira und die Mannschaft davon überzeugt, nicht abzusteigen. Die kommende Aufgabe gegen den Tabellenvierten FV 09 Nürtingen wird allerdings nicht einfach. Umso mehr, als es den gesperrten Abwehrspieler Florian Laderer zu ersetzen gilt.
„Wir sind bitter enttäuscht über die Niederlage in Köngen“, sagt VfL II-Trainer Stefan Haußmann. Doch angesichts der vier Punkte Rückstand auf Platz zwei fordert der VfL-Coach zum Kämpfen auf: „Wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Es sind noch 21 Punkte zu vergeben.“ Vielleicht kann am Sonntag der Abstand wieder etwas verkürzt werden, wenn man im Heimspiel gegen den TSV Neckartailfingen vor einer durchaus lösbaren Aufgabe steht und es der TSV Köngen beim Tabellensiebten VfB Reichenbach gleichzeitig schwer(er) hat. Der VfB hat in diesem Jahr noch kein Heimspiel verloren.
Ebenfalls vor einer kniffligen Aufgabe steht Tabellenführer SC Geislingen – nach einer zuletzt glücklichen Punkteteilung gegen den FTSV Kuchen – beim GSV Dürnau. Nach sechs Niederlagen in Folge zählt für den Tabellendrittletzten TSV Grötzingen im Heimspiel gegen den FV Neuhausen (zwölfter Platz) nur ein Sieg. Für den Tabellenvorletzten VfB Oberesslingen/Zell wird es nicht einfach, beim 1. FC Heiningen auch nur einen Zähler mit nach Hause zu nehmen. Der FTSV Kuchen könnte sich mit einem Heimsieg gegen den TV Unterboihingen im oberen Tabellendrittel festsetzten.
