Kirchheim. Da dieses Jahr die ganz großen Namen und Titelträger fehlten, bot sich für die 42 Spieler von Ravensburg bis Tübingen die Chance, in die Preisränge zu kommen. Den amtierenden Württembergischen Blitz-und Schnellschach- meister Gheng, der mit einer Wertungszahl von 2 313 und dem Titel des Federal Master nach Kirchheim kam, konnte freilich niemand gefährden. Nach einem lockeren Auftaktsieg gegen den Holzmadener Lube, gab Gheng dann in der dritten Runde einen halben Punkt gegen den starken Gmünder Roth ab.
Nach weiteren Siegen gegen die zwei Ravensburger Verbandsligaspieler Weidel und Reimche sowie gegen den Grafenberger Hallmann kam es zum Topduell gegen Altmeister Hottes aus Stuttgart. In einem äußerst spannenden Duell befreite sich Gheng mit eisernen Nerven aus einer kritischen Lage, lehnte mehrere Remisangebote ab und setzte den Gegner in den letzten zehn Sekunden noch Matt. Damit war die Entscheidung gefallen und Gheng ließ das Turnier routiniert mit zwei kurzen Remisen gegen den Ex-Naberner Georg Braun (4.) und Jaeschke (Ostfildern) auslaufen.
Bester Kirchheimer wurde Bigalke auf Platz 26. Den Seniorenpreis gewann der Stuttgarter Kaplunov, die Ratingpreise gingen an Heining (Untertürkheim) und Debeliak (Vaihingen). Das Kinderturnier gewann Felix Strukelj aus Gmünd vor Fabian Richter (Hochdorf). hh
