In einem hoch spannenden Duell bezwingt Nabern Musberg mit 9:7
Gießnauhalle als Tollhaus

Dreieinhalb Stunden Spannung pur: Tischtennis-Landesligist SV Nabern hat den Tabellendritten TSV Musberg mit 9:7 bezwungen. Unter frenetischer Anfeuerung der 60 Zuschauer in der Gießnauhalle gewannen Andreas Staffel/Uwe Mermi das Schlussdoppel gegen Frank/Hein im Entscheidungssatz 11:9.

Kirchheim. Über den erfolgreichen Vorrundenabschluss freute sich Naberns Mannschaftsführer Oliver Jungbauer ganz besonders. „Dieser Sieg kann im Abstiegskampf entscheidend sein“, sagte er. Sportlich zeigte er sich nach überstandener Lungenentzündung schon wieder ganz gut erholt.

Nach der 2:1-Führung per Doppel war der Siegeswille der SVN-Mannschaft so richtig zu spüren. Andreas Stiffel war mit Uwe Mermi genauso erfolgreich wie das Dreierdoppel And­reas Braun/Michael Giotta. Oliver Jungbauer/Matthias Schaner waren gegen Hartmut Frank/Peter Hein dagegen chancenlos.

Am vorderen Paarkreuz spielt beim TSV Musberg Hartmut Frank. Der 54-jährige ehemalige National- und Bundesligaspieler ist in dieser Saison noch ungeschlagen, hat alle 16  Einzel gewonnen. Auch Oliver Jungbauer und Andreas Stiffel hatten gegen den Abwehrspezialisten keine Chance. Doch die Naberner Spitzenspieler konnten die Bilanz am vorderen Paarkreuz durch die Siege gegen Manfred Kaiser wieder ausgleichen. Vorteile hatten die Gäste am mittleren Paarkreuz. Uwe Mermi holte ei­nen Punkt gegen Peter Hein. Matthias Schaner blieb gegen Thomas Bossmann und Peter Hein ohne Satzgewinn.

Wie wichtig Michael Giotta für die Mannschaft ist, hat er gegen Musberg einmal mehr bewiesen. Der Ergänzungsspieler, der für den „verlorenen Sohn“ Sven Körner zum Einsatz kam, gewann beide Matches gegen Daniel Gelfert und Matthias Schmidt. Andreas Braun überzeugte beim Dreisatzsieg gegen Mathias Schmidt. Dann kam es zum Abschlussdoppel. Mit spektakulären Schüssen gegen Hartmut Frank und Peter Hein brachten Stiffel und Mermi prächtige Stimmung in die Gießnauhalle. Am Ende siegten die Naberner in fünf Sätzen – der Heimsieg war perfekt.

Nach der Vorrunde hat der SVN 8:10 Punkte auf dem Konto – was noch keine Garantie für den Klassenerhalt ist. Von Platz drei bis neun trennen die Mannschaften gerade mal vier Punkte. Und die Konkurrenten TB Untertürkheim II und die SG Schorndorf haben sich verstärkt. Jungbauer macht sich nichts vor: „Es wird unheimlich schwer für uns.“ee