Basketball
Glücksritter bändigen die Löwen

Die Zweitliga-Korbjäger der Bozic Knights lieferten sich mit den Lions Karlsruhe ein enges und umkämpftes Spiel. Am Ende behielten die Kirchheimer die Oberhand und siegten mit 80:76. 

Nicolas Bretzel (links) und Lucas Mayer auf dem Weg zum Korb: Im Derby bei den Lions setzten sich die Kirchheimer nach lange ausgeglichenem Spielverlauf mit 80:76 durch. Foto: Eibner/Silas Kunz

Die Knights legten in Karlsruhe einen entfesselten Start hin. Von mangelnder Einstellung war am Freitagabend jedenfalls nichts zu spüren. Schnell führten die Ritter mit 5:0 und 10:2. Offense und Defense waren hellwach. Einige Fehlwürfe auf beiden Seiten nahmen etwas die Dynamik aus dem Spiel. Beim Stand von 12:8 aus Sicht der Knights nahm der Karlsruher Headcoach die erste Auszeit. Doch das wilde Spiel ging weiter. Im Gegensatz zu den letzten Auftritten der Kirchheimer war vor allem die Quote bei den Drei-Punkte-Würfen zu diesem Zeitpunkt weitaus besser als bei Karlsruhe. Mit 22:17 ging das erste Viertel an die Gäste aus Kirchheim.

Die Knights hielten die Konzentration weiter hoch. Die Defense ließ den Lions kaum Raum. Beim Stand von 29:20 betrug der Vorsprung schon neun Punkte, beim 35:25 war‘s erstmals zweistellig. Die Kirchheimer agierten blitzschnell, während die Lions vor allem an der Freiwurflinie patzten, sich aber auch Ballverluste leisteten. Zur Halbzeit lagen die Knights mit 45:38 in Führung. In der Halbzeit zeigte sich Knights-Headcoach Igor Perovic aber noch nicht zufrieden. Er bemängelte die Defensivleistung, während Karlsruhes Assistant Coach vor allem das Eins-gegen-eins-Verhalten seiner Mannschaft kritisierte.

Im dritten Viertel hielten die Kirchheimer den Vorsprung noch über einige Aktionen hinweg, doch die Karlsruher ließen nicht locker. Ein gelungener Offensiv-Rebound, ein geglückter Dreier – und schon waren die Lions beim 47:49 bis auf zwei Punkte an den Knights dran. Igor Perovic nahm die nächste Auszeit. Nach einem Dreier führten die Karlsruher beim 50:49 zum ersten Mal, doch die Knights sorgten direkt für das 54:50. Die Tabellennachbarn lieferten sich nun das erwartet enge Spiel. Beim 58:58 herrschte wieder Gleichstand. Mit 61:60 aus Sicht der Kirchheimer ging es in das letzte Viertel.

Die 2094 Zuschauer in Karlsruhe sahen weiterhin ein umkämpftes Spiel. Punkte waren in dieser Phase lange Mangelware. Vor allem die Dreierquote war bei den Lions mangelhaft, weshalb sich die Knights verstärkt auf Zonenverteidigung konzentrierten. Mit Tylan Pope kam wieder Leben ins Kirchheimer Spiel, doch die Lions waren nicht abzuschütteln. Drei Minuten vor Schluss stand es 72:72. In die letzte Minute der Partie ging es für die Knights mit einer knappen 76:74-Führung, die Karlsruhe aber prompt egalisierte. Jetzt verwandelte Pope nur einen seiner Freiwürfe, der Rebound ging daneben, die Knights blieben aber in Ballbesitz. Den Turnover nutzten die Lions nicht. Ein verlegter Korbleger läutete die Niederlage der Gastgeber ein. Nun war es Phillip Russel, der mit seinen zwei Freiwürfen für das 79:76 sorgte. Die Zeit arbeitete für die Knights. Daran konnte auch die letzte Auszeit der Lions vier Sekunden vor Schluss nichts mehr ändern. Mit 80:76 setzten sich die Knights am Ende durch und holten so den zweiten Sieg im siebten Spiel der Saison.

Nun wartet am Sonntag um 17 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte das Heimspiel gegen die Tigers aus Tübingen.