Vertragsverhandlungen mit 34-jährigem US-Amerikaner scheitern
Gordon Scott geht von Bord

Nach Bekanntgabe der beiden Neuverpflichtungen Ahmad Smith und Dominik Schneider (beide aus Nürnberg) sind bei Kirchheims Basketballern weitere Personalentscheidungen gefallen. Die wichtigste: Mit Gordon Scott streift der Publikumsliebling und langjährige Kapitän das Knights-Trikot ab. Um ein weiteres Jahr verlängert hat dagegen Nils Menck.

Kirchheim. Viele Fans werden ihn vermissen, denn er war das Gesicht der Knights: Gordon Scott wird in der kommenden Saison nicht mehr für die Kirchheimer auf Korbjagd gehen. Das Management und der 34-jährige Amerikaner konnten sich nicht auf ein weiteres Engagement einigen. Der Versuch, dem einstigen Kapitän einen aus Kirchheimer Sicht bezahlbaren und für ihn akzeptablen Übergang von der sportlichen Karriere in einen Trainerjob zu finden, sei leider gescheitert, so heißt es. „Wir bedanken uns bei Gordon für die tollen Jahre. Er hinterlässt zwar eine große Lücke, wir sind aber optimistisch, dass wir diese füllen werden“, kommentiert Trainer Frenkie Ignjatovic die von ihm gemeinsam mit dem Management getroffene Entscheidung.

Ein anderer dagegen bleibt: Nach Ahmad Smith, Cedric Brooks und Dominik Schneider hat nun auch Nils Menck für ein weiteres Jahr unterschrieben. Für den 28-jährigen Power Forward, der vor allem zum Ende der letzten Saison beeindruckend seine Stärken gezeigt hat, sind die Knights zu einer Konstante in seinem Leben geworden. Neues wartet ohnehin ausreichend auf den sympathischen Ulmer: Er beendete in den vergangenen Wochen nicht nur sein Studium, sondern sieht in diesem Jahr auch noch Vaterfreuden entgegen.

Langsam einspielen und sich aneinander gewöhnen steht in diesem Jahr mit Sicherheit nicht auf dem Plan von Coach Frenkie Ignjatovic und seiner Mannschaft: Gleich zum Saisonstart Ende September müssen die Knights beim BBL-Absteiger Düsseldorf antreten. Da die Giants den direkten Wiederaufsteig als klares Saisonziel ausgegeben haben, wird dieses Spiel zu einer ersten Standortbestimmung für die neu formierte Ignjatovic-Truppe.

Zur Heimspielpremiere gibt es die Knights in diesem Jahr dann gleich im Doppelpack: Mit Jena und Karlsruhe kommen am 1. und 3. Oktober zwei weitere schwere Gegner in die Sporthalle Stadtmitte. „Das sind zumindest zwei Topspiele auf einmal“, stöhnt Ignjatovic, „Zeit zum Eingewöhnen bleibt da nicht, da geht es gleich richtig zur Sache.“ Auch aus seiner Sicht gehören Düsseldorf und Karlsruhe zu den heißen Aufstiegskandidaten, die mit Topteams an den Start gehen werden. Ein Grund mehr für ihn, mit voller Konzentration an einer konkurrenzfähigen Mannschaft zu arbeiten.

Der Knights-Spielplan sieht schon heute ein weiteres Highlight vor, denn der Rückrundenstart gegen Düsseldorf wird in diesem Jahr zum echten Weihnachtsspiel. Das letzte Spiel des Jahres ist für Freitag, 23. Dezember, geplant und soll zu einem Event für Spieler und Fans werden. Bereits im letzten Monat hat sich eine Arbeitsgruppe aus Fans, Helfern und Geschäftsleitung zusammengefunden, um an der Attraktivität künftiger Heimspiele zu arbeiten: „An Ideen mangelt es nicht“, freut sich Siegfried Meissner über das Engagement der Fans. „Auf dem Weihnachtsspiel wird jetzt natürlich ein ganz besonderer Fokus liegen“, verspricht der Geschäftsführer. Für alle Fans, die das Fieber schon langsam wieder packt: Ende Juni beginnt der Dauerkartenvorverkauf.bs