Lokalsport
Große Vorfreude in Kirchheim und Weilheim

Kirchheim/Weilheim. Der Countdown zum ersten Fußballderby der Geschichte zwischen dem VfL Kirchheim und dem TSV Weilheim läuft. Morgen um 11 Uhr erwartet der abstiegsbedrohte VfL im Landesligaduell die sich Richtung Tabellenspitze orientierenden Weilheimer.

Dem Wunsch der Verantwortlichen nach, soll‘s ein Gassenfeger werden. „Wir freuen uns über alle Zuschauer. Auch die, die den VfL verlieren sehen wollen“, sagt der Sportliche Leiter Kirchheimer, Norbert Krumm. Dessen Trainer Erol Sarikoc muss morgen auf den am Knie lädierten Abwehrmann Fatih Özge verzichten, dafür sind die unter der Woche leicht angeschlagenen Nebih Kadrija, Emre Yildirim und Sascha Beck wieder einsatzfähig. Bei den Weilheimern stehen bis auf die Langzeitverletzten Hannes Ihring, Michael Zimmermann, Mike Tausch und Kai Wiessinger sowie dem Weltreisenden Marcel Mettang alle Spieler zur Verfügung. Auch Toptorjäger Michele Latte (neun Treffer) wird trotz muskulärer Probleme am Schienbein auflaufen können. „Das lässt er sich bestimmt nicht nehmen, sofern ihn der Trainer aufstellt“, sagt TSVW-Spielleiter Günther Friess.

Der Bedeutung und Brisanz des Lokalknallers entsprechend, hat der Württembergische Fußballverband die Partie mit einem erfahrenen Schiedsrichter besetzt: Alexander Paul ist Obmann des Bezirks Illertal, hat also Erfahrung mit kniffligen Spielen – dass die Partie aus dem Ruder laufen könnte, davon geht jedoch keiner der Beteiligten aus. „Die Spieler kennen sich untereinander, ich erwarte eine faire Partie“, so VfL-Coach Sarikoc.

Einer, der beide Seiten kennt, ist Ferdi Er. Der langjährige Allrounder der Kirchheimer Oberligamannschaft ist nach einer zweijährigen Zwischenstation beim SV Ebersbach seit dieser Saison bekanntlich beim TSV Weilheim, den er morgen in der Favoritenrolle sieht. „Normalerweise müssten wir gewinnen, aber beim VfL ist es in letzter Zeit ja wieder besser gelaufen.“ Er ist bei Weitem nicht der einzige Weilheimer, der morgen an der Jesinger Allee Wiedersehen feiert. Mit Emrah Polat, Philipp Uttikal, Markus Gabriel, Markus Großhans, Michael Zimmermann und Lennart Zaglauer stehen noch weitere Ex-Blaue im Dienst des TSVW.pet