Viele Fehler, wenig Chancen: Weilheim besiegt Waldstetten und bleibt in der Spitzengruppe
Hörstings Treffer aus der Slapstick-Kiste

Mit einem 3:2 (2:1)-Erfolg gegen den TSGV Waldstetten ist der TSV Weilheim in der Fußball-Landesliga recht gut aus der Winterpause gekommen. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung sorgte ein kurioses Tor durch Kai Hörsting für den Weilheimer Sieg.

Weilheim. „Die hätten das Spiel nie und nimmer gewonnen“, ärgerte sich Gästetrainer Leonard Gjini über das entscheidende Tor in der Schlussphase der Begegnung. „Unser Sieg war verdient, weil wir ein Tor mehr geschossen haben“, stellte Weilheims Trainer Alexander Hübbe nach dem Schlusspfiff klar.

Es war eigentlich eine ganz harmlose Szene in der 78. Minute vor dem Waldstettener Tor. Nach einem Rückpass überlässt ein Waldstettener Abwehrspieler seinem Torwart den Ball. Der trifft an der Strafraumgrenze den heranstürmenden Kai Hörsting so unglücklich, dass der Abpraller zum Erstaunen aller zum 3:2-Endstand über die Torlinie flog.

Aber von Anfang an: Es war über weite Strecken vieles Stückwerk, was beide Mannschaften zu bieten hatten. Der Gäste-Trainer brachte es auf den Punkt: „Es war ein Tag der Geschenke, denn allen Toren ging ein grober Abwehrschnitzer voraus.“ Dabei hätte es für den TSV Weilheim gar nicht besser beginnen können. Es waren noch keine sieben Minuten gespielt und Hörsting gelang mit der ersten Unsicherheit in der Gästeabwehr die wichtige 1:0-Führung.

Die Freude war aber nur von kurzer Dauer, denn wenige Minuten später verlor der Weilheimer Abwehrspieler Markus Großhans den Ball und Ralph Molner hatte keine Mühe, den Ball zum 1:1 über die Linie zu drücken (12.). Die Limburgstädter zeigten sich keineswegs geschockt, denn gleich im Gegenzug gelang Ferdi Er nach einer Kopfballverlängerung von Hörsting durch einen sehenswerten Heber über den Waldstettener Torwart das 2:1 (13.).

In der Folgezeit entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie mit wenigen Höhepunkten auf beiden Seiten. Die beste Möglichkeit im ersten Abschnitt den Ausgleich zu erzielen, hatte Molner, der aber nur die Querlatte traf (20.).

Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Gäste zunächst leichte Vorteile und hätten durch einen 18-Meter-Schuss von Molner, der nur knapp am Weilheimer Tor vorbei strich, fast den Ausgleich erzielt (47.). Nach einem Missverständnis zwischen dem Weilheimer Torwart Bastian Treiber und Abwehrspieler Nick Strohmaier war Luciano Falcone der lachende Dritte. Er traf zum verdienten 2:2 (59.).

Die Limburgstädter waren nun bemüht, wieder mehr Spielanteile zu gewinnen. Gegen eine sehr gut organisierte Waldstettener Mannschaft war dies aber nicht einfach. In der gesamten zweiten Hälfte gab es nur einen guten Weilheimer Angriff zu sehen. Nach einer mustergültigen Vorlage von Er auf Michael Schweizer flankte dieser in den Strafraum. Kai Hörsting hatte kein Glück, als sein Schuss aus der Drehung nur um Zentimeter am Gästetor vorbei ging (75.). Auch die Gäste überboten sich an Harmlosigkeit, deshalb war es nicht verwunderlich, dass das kuriose Abpraller-Tor am Ende in einer schwachen Partie entscheidend war.

Für den Weilheimer Trainer Alexander Hübbe war die Leistung der Mannschaft ebenso überraschend: „In der Runde ist es einfach anders als in einem Testspiel. Einige Spieler kommen mit dem Druck nicht klar und andere sind darüber enttäuscht, dass sie nicht spielen durften.“ Am Ende zählten aber nur die drei Punkte und die waren für den TSVW enorm wichtig um in der Spitzengruppe zu bleiben.me

TSV Weilheim: Treiber – Gabriel, Strohmaier, Kirschmann, Großhans (46. Heisig) – Latte, Elsässer, Kuch (70. Hummel), Zaglauer (66. Schweizer), Er – Hörsting.

TSGV Waldstetten: Morbitzer - Hollas, Fischer, Haug, Molner - Schuler, Römer, Stöppler (82. Herr), Rosenfelder – Falcone (75. Buhl), Cinar (70. Kleinmann).

Tore: 1:0 Hörsting (7.), 1:1 Molner (12.), 2:1 Er (14.), 2:2 Falcone (59.), 3:2 Hörsting (78.).

Gelbe Karten: Er, Zaglauer, Kirschmann, Latte, Schweizer, Hummel – Hollas, Römer.

Gelb Rote Karte: Er (90.).

Zuschauer: 300

Schiedsrichter: Thomas Hirneise (Sindelfingen)