Frickenhausen. Das war ein Superspiel“, strahlte Rolf Wohlhaupter-Hermann nach der Partie, und mit dem Frickenhausener Präsidenten jubelten auch die 350 Fans in der Sporthalle auf dem Berg. Manager Jürgen Veith konstatierte: „Wir sind auf dem richtigen Weg, um die Zuschauer wieder in die Halle zu locken.“ Andreas Fejer-Konnerth, der Hagener Trainer, erkannte das Endergebnis fair und neidlos an: „Wir haben verdient verloren, aber in jedem Spiel war für uns was drin.“
Einmal mehr war der Japaner Koki Niwa der Garant für den Frickenhausener Erfolg. Er verbesserte seine Bilanz auf 11:0 Siege und wurde auch von Fejer-Konnerth gelobt: „Was Koki spielt, ist Weltklasse.“ Den dritten Zähler für den TTC matec verbuchte Yang Wang, der bei seinem 3:0-Sieg (11:9, 11:9, 13:11) gegen Maharu Yoshimura im dritten Satz glänzte, als er sechs- bis achtmal unglaublich reaktionsschnell den Ball zurückbrachte – der Ballwechsel des Tages.
Etwas unglücklich agierte der deutsche Meister Steffen Mengel, der nach der Pause beim Stand von 2:0 für die Hausherren den Sack schon hätte zumachen können. Er unterlag dem Rumänen Ovidiu Ionescu in fünf Sätzen (9:11, 11:8, 6:11, 11:4, 7:11) und konnte seine zum Teil deutlichen Führungen in den drei verlorenen Sätzen nicht ins Ziel retten. „Das hat mich enttäuscht“, fand Rolf Wohlhaupter-Hermann doch noch ein Haar in der Suppe.
Unerwartet schwer hatte sich im ersten Match Koki Niwa gegen den dänischen Meister von 2012, Jonathan Groth, getan. Er gewann das Linkshänder-Duell schließlich mit 3:2, nachdem er anfangs 0:1 zurück- gelegen hatte. „Was der alles zurückbringt, ist unglaublich.“ So oder ähnlich reagierten die Zuschauer auf die Abwehrkünste von Yang Wang. Der gebürtige Chinese, der slowakischer Staatsbürger ist, brachte Hagens Nummer eins, den Japaner Maharu Yoshimura, fast zur Verzweiflung, und so ging der TTC Frickenhausen mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause.
Nachdem Hagen durch Steffen Mengels Niederlage gegen Ionescu auf 1:2 verkürzt hatte, lieferten sich Koki Niwa und Maharu Yoshimura, die Japanischen Meister 2013 und 2012, ein spannendes Duell, das im ersten Satz schließlich mit 17:15 an Koki Niwa ging. Yoshimura hatte vier Satzbälle, Niwa nutzte seinen dritten zur 1:0-Führung. Danach drehte die Nummer 12 der Weltrangliste auf: 11:8 und 11:7 – und der TTC matec Frickenhausen feierte den 3:1-Erfolg über Hagen sowie den dritten Tabellenplatz.
„Unsere Spieler sind derzeit in Top-Form“, zog Manager Max Veith eine rundherum positive Bilanz, „da macht sich das intensive Training im Studio unseres Sponsors deutlich bemerkbar.“
Der TTC matec Frickenhausen bestreitet sein nächstes Spiel in der TTBL am 24. November bei Rekordmeister Borussia Düsseldorf. Am 1. Dezember folgt das Heimspiel gegen Aufsteiger Post SV Mühlhausen.
Eintrittskarten für das Pokal-Finale am 28./29. Dezember in der Stuttgarter Porsche-Arena gibt es ab sofort bei den TTC-Heimspielen in der Sporthalle auf dem Berg, beim Butterfly-Store Frickenhausen und im Stadtbüro der Nürtinger Zeitung am Obertor. Frickenhausen trifft im Viertelfinale am 28. Dezember ab 14.30 Uhr auf die TTF Ochsenhausen. Der Sieger spielt im Halbfinale gegen den Gewinner der Partie TTC Fulda-Maberzell – TTC Schwalbe Bergneustadt.