Kirchheim. Dass es in der Kirchheimer Raunersporthalle gegen die Hohenloher äußerst eng hergehen würde, war klar – nicht umsonst hatte Trainer Jürgen Heine vor dem Wettkampf einen Sieg mit gerade mal einem Punkt Vorsprung vorhergesagt. Zudem waren die Gäste mit zwei Siegen erfolgreich in die Saison gestartet, während sich die VfL-Turner mit drei Niederlagen in Folge zunächst schwer taten. Erst das Erfolgserlebnis gegen den TSV Geislingen im letzten Wettkampf brachte die VfL-Turner vom Tabellenende ins Mittelfeld. Ein weiterer Sieg sollte nun diese Position ausbauen.
Die Vorahnungen, dass der Gegner entschieden dagegen halten würde, bestätigten sich am Boden. Nur Manuel Hofmann ergatterte im direkten Duell vier Score-Punkte, Simon Schlick, Fabian Geyer und Manuel Halbisch gingen hingegen leer aus, und Hohenlohe lag mit 6:4 Punkten in Führung. Zwar lief es am Pauschenpferd für die Kirchheimer beileibe nicht rund, doch die Gegner von Manuel Hofmann, Simon Schlick, Fabian Geyer und Manuel Halbisch machten noch mehr Fehler. Neun Scorepunkte für Kirchheim, nur einer für Hohenlohe, der VfL hatte sich damit einen Vorsprung von sechs Punkten gesichert, von dem er noch den ganzen Wettkampf über zehren sollte.
Vier Punkte davon gingen gleich im Anschluss an den Ringen verloren. Nur Markus Benz hatte sein Duell gewonnen, während Eric Bay, Waldemar Guillard und Fabian Geyer trotz teilweise sehr guter Übungen auf stärkere Gegner getroffen waren.
Am Sprung war in der Addition ein weiterer Punkt weg. Thomas Knemeyer und Simon Schlick genügten zwei einfache, gehockte Tsukaharas zum Punktegewinn. Luca Mühleisen und Manuel Halbisch, der erneut seinen gestreckten Tsukahara sehr sauber zeigte, waren hingegen auf überlegene Gegner getroffen.
Mit 5:5-Scorepunkten ein ausgeglichenes Ergebnis am Barren: das Quartett Thomas Knemeyer, Simon Schlick, Manuel Halbisch und Fabian Geyer hatten allesamt Zwölfer-Wertungen, je nach Stärke der Gegner gingen Punkte verloren, wurden im Gegenzug aber wieder gewonnen.
Vor dem entscheidenden Durchgang am Reck lag der VfL nur noch mit einem Punkt in Front. Markus Benz zog routiniert seine Übung durch, erreichte die höchste Kirchheimer Wertung und baute den Vorsprung auf drei Punkte aus. Benjamin Leitner bekam hohe Abzüge und musste einen Punkt wieder abgeben. Als der Gegner von Manuel Halbisch dann seine Übung verturnte, war der Vorsprung vor dem letzten Duell auf sechs Punkte angewachsen, der Sieg greifbar nahe gerückt. Dass der beste Turner des Wettkampfs, der Hohenloher Philipp Schmitt, zum Abschluss die Sicherheitsübung von Simon Schlick überlegen toppte und fünf Punkte für die Gäste einfuhr, zeigte noch einmal, dass der Wettkampf auf Messers Schneide stand. Denn von dem Sechs-Punkte-Vorsprung nach dem Pauschenpferd war am Ende nur noch einer übrig geblieben.
Mit diesem Sieg hat der VfL Kirchheim II endgültig die Klasse gesichert. Die Teckstädter wollen auch im letzten Wettkampf der Verbandsligasaison gegen Tabellenschlusslicht SSV Ulm II am kommenden Wochenende nichts anbrennen lassen und ihren Platz im Mittelfeld behaupten.hp
