Naberner Tischtennisteam mit neuer Nummer eins – Stoll spielt für Aufstiegsfavorit VfL Kirchheim II
Heiß geliebte Landesliga

Die Tischtennis-Freunde aus der Region dürfen sich auf eine spannende Rückrunde freuen. Während sich der SV Nabern in der Landesliga vehement gegen den Abstieg wehrt, kämpft der VfL Kirchheim II vehement um den Aufstieg – in die Landesliga.

Kirchheim. Die Verbandsliga-Reserve des VfL Kirchheim ist in der Bezirksliga derzeit Tabellenführer mit einem Punkt Vorsprung. Von den TTF Neckartenzlingen, dem TTV Zell und der TG Donzdorf III spüren Teamchef Jan Eder und Kameraden bereits den heißen Verfolger-Atem. Trotzdem ist der Aufstieg in die Landesliga das erklärte VfL-Ziel. Unbedingt das zweite Jahr in der Landesliga überstehen will der SV Nabern.

Bis dahin ist es noch ein langer Weg. Das Team musste aufgrund der vorliegenden TTR-Werte umgestellt werden. Die neue Nummer eins ist jetzt Andreas Stiffel (40), Oliver Jungbauer (43) spielt künftig auf Position zwei. Am mittleren Paarkreuz spielt Michael Giotta (35) zusammen mit Uwe Mermi (42). Weil die Spielberechtigung noch beim SV Nabern liegt, ist Sven Körner theoretisch weiter einsetzbar. Matthias Schaner kann so sowohl in der zweiten wie auch in der ersten Mannschaft eingesetzt werden. Andreas Braun (29), waschechtes SVN-Eigengewächs, komplettiert das Naberner Spieler-Sextett. Wie groß die Chance auf den Klassenerhalt ist? „Jede Verletzung kann den Abstieg bewirken“, glaubt Jungbauer.

Hauptkonkurrent im Abstiegskampf für den SV Nabern (8 Punkte) bleibt die SG Schorndorf (5). Doch die Remstäler haben sich mit Remhad Hasanovic verstärkt, der in der Vorrunde in der Verbandsklasse bei der TGV Eintracht Beilstein spielte. Im April kam der 37-Jährige für sein Heimatland Bosnien-Herzegowina bei den Mannschaftsweltmeisterschaften in Dortmund zum Einsatz. Rene Butschler, Mannschaftsführer der Remstäler, ist jetzt wieder optimistisch: „Wir glauben an den Klassenerhalt.“

Der SV Nabern startet am Samstag in die Rückrunde: Gastspiel beim TSV Musberg. Dieses Duell ist so etwas wie ein „Vierpunktespiel“, weil der Gegner nur einen Punkt besser dasteht.

Vier Teams werden die Meisterschaft in der Bezirksliga unter sich ausmachen. Neben Tabellenführer VfL Kirchheim II (16:2 Punkte) wollen auch Absteiger TTF Neckartenzlingen, der TTV Zell (beide 15:3) und die TG Donzdorf III (14:4) rauf in die Landesliga. Die besten Chancen hat der VfL Kirchheim II, der jetzt auch VfL-Trainer Steffen Stoll zur Verfügung hat. Durch die Verpflichtung von Patrick Strauch für das Verbandsliga-Team kann Stoll in der Zweiten aufgestellt werden und steht bei Bedarf zusätzlich noch parat für die Erste. Mit Franz Glöckner und Jan Eder, die eine Vorrundenbilanz von zehn Siegen bei nur zwei Niederlagen vorweisen können, hat der VfL eine (fast) sichere Punktebank am mittleren Paarkreuz.

Stärker einzuschätzen sind in der Rückrunde auch die TTF Neckartenzlingen. Nicht zuletzt, weil Moritz Stiefel (26) nach einem Auslandsaufenthalt wieder zur Verfügung steht. Auch der TTV Zell mit den beiden Palm-Brüdern Johannes (17) und Julian (21) könnte den Kirchheimern die Meisterschaft noch vermasseln. Mannschaftsführer Jan Eder: „Es wird wahrscheinlich auf ein Herzschlagfinale hinauslaufen.“ Möglich, dass die Entscheidung in der im Volksmund genannten „Roten Hölle“ der Auwiesenturnhalle bei den TTF Neckartenzlingen Mitte April fällt.