Mannheim. In der Gewichtsklasse bis 55 Kilo vertrat Ann-Kathrin Kerner die Fachhochschule Ludwigsburg. Bereits im ersten Kampf gegen die saarländische Kaderathletin Christina Hoffmann verlief alles nach Plan. Durch strategisch perfekt ausgewählte Techniken sorgte die Owenerin für eine kleine Sensation auf der Matte und gewann mit 8:2 Punkten. In der gesamten Kampfzeit von zwei Minuten kassierte sie nur zwei Gegentreffer.
Auch im zweiten Kampf ließ sich die 22-Jährige nicht von der „Sportlerin des Jahres 2010“ der Stadt Speyer, Stella Holzcer stoppen und siegte nicht zuletzt aufgrund ihres taktischen Könnens mit 2:1 Punkten. Im Finale um den Titel der deutschen Hochschulmeisterin 2011 musste sie sich der früheren World Cup-Siegerin Sarah Kudell aus Sachsen geschlagen geben. Somit konnte Ann-Kathrin sich über den Vizetitel freuen.
Nach den spannenden Kämpfen ihrer kleinen Schwester musste sich Linda in der Gewichtsklasse bis 68 Kilo behaupten. Hierbei ging sie für die Universität Tübingen an den Start. In der ersten Runde schlug sie Jessica Tautkus von der TU Chemnitz nach Anfangsschwierigkeiten noch deutlich mit 9:4.
In ihrer nächsten Begegnung traf sie auf Ines Brutscher von der Universität Würzburg, der Linda denkbar knapp mit 2:3 Punkten unterlag. Den dritten und letzten Kampf entschied sie dank schneller Angriffe zum Kopf der Gegnerin für sich.
Linda Kerner, die auch in der Allkategorie (alle Gewichtsklassen) gemeldet war, konnte ihre Erfolgsserie hier im ersten Kampf fortsetzen und gewann vor Ablauf der regulären Kampfzeit mit 9:1. In ihrer nächsten Begegnung gegen die amtierende deutsche Vizemeisterin Katharina Beitler vom hessischen Karate-Verband machte es die Kerner noch einmal spannend, unterlag der international erfahreneren Gegnerin nach Verlängerung nur knapp. Auch in der anschließenden Trostrunde musste sich Linda Kerner denkbar knapp mit 2:3 der Finalgegnerin ihrer Schwester geschlagen geben.
Somit konnte auch sie bei der Siegerehrung den Titel der deutschen Vize-Hochschulmeisterin 2011 in ihrer Gewichtsklasse entgegennehmen. Insgesamt waren in Mannheim über 200 Athleten aus mehr als 52 deutschen Hochschulen vertreten.
Durch ihre Silbermedallien bescherten die beiden Schwestern aus Owen aber nicht nur sich, ihren jeweiligen Hochschulen sowie der VfL-Abteilung Karate viel Freude, sondern qualifizierten sich gleichzeitig für die Europäischen Hochschulmeisterschaften, die vom 22. bis 25. Juli in Sarajevo/Bosnien Herzegowina stattfinden.am
