Verfolgerduell in der Kreisliga B, Staffel 6: Jesinger „Zweite“ zu Gast – Staffel 3: Notzinger hoffen weiter auf Fortunas Beistand
Holper-Platz soll ehrgeizigen Owenern in die Karten spielen​

So etwas nennt man das Glück des Tüchtigen: Am vergangenen Sonntag gewann der TSV Notzingen beim TFC Köngen 4:3, nachdem die Gastgeber-Elf beim Zwischenstand von 3:3 drei Hochkaräter versiebt und damit die Siegchance vergeben hatte. Hält der TSVN-Aufwärtstrend am Sonntag an?

Kirchheim. In der Kreisliga B, Staffel 3 war beim TSV Notzingen Spielertrainer Birant Sentürk bei seinem Comeback zuletzt der Hauptakteur: Zwei Treffer erzielte Sentürk in Köngen selbst, den Führungstreffer bereitete er vor, und beim 4:3-Siegtreffer per Strafstoß war er vorher gefoult worden – den fälligen Elfmeter verwandelte Tarkan Tekkeoglu. Alle drei TSVN-Neuzugänge entschieden damit die Partie, denn auch Lütfi Akdeniz traf noch (zur 1:0-Führung). Hält dieser Aufwärtstrend nun an? Der FC Internationale Nürtingen, am Sonntag Gast im Eichert, hat etwas dagegen. Sentürk mahnt vor seinem Heim-Comeback im Eichert so: „Nachdem wir einen Vorderbänkler geschlagen haben, denkt jetzt doch jeder: Gegen ein Mittelfeldteam wird es einfacher. Ich glaube, es wird schwieriger.“

In der Staffel 5 erwartet der TSV Ötlingen II den TV Tischardt. Der TVT hat sein Derby gegen Frickenhausen III jüngst 2:1 gewonnen. Keine ganz einfache Aufgabe also für die Rübholzkicker. Für Schlusslicht TSV Owen II geht es am Sonntag gegen Linsenhofen erneut darum, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Das ist den Herzogstädtern letzten Sonntag bei Topfavorit FV 09 Nürtingen II gut gelungen, denn das 0:4 war einigermaßen erträglich, nimmt man die beiden Ergebnisse von 0:11 und 1:17 aus der letzten Spielzeit zum Vergleich. „Gegen Linsenhofen ist alles andere als eine Niederlage utopisch. Wir müssen die Punkte gegen andere Mannschaften holen“, meint Owens Spielleiter Hermann Scheu. Naberns zweiter Anzug ist erneut spielfrei. Auf die Mannen des Trainergespanns Björn Renz und Michael Meyer wartet kommenden Donnerstag das Nachholspiel gegen Aichs zweite Mannschaft.

In der Staffel 6 stellt eine Partie die anderen fünf Begegnungen eindeutig in den Schatten: jene zwischen dem Tabellenzweiten TSV Owen und dem Dritten TSV Jesingen II. Gastgeber Owen könnte mit einem Heimsieg über den schärfsten Rivalen einen vielleicht schon vorentscheidenden Fünf-Punkte-Vorsprung herausarbeiten – so gesehen stehen die Gäste aus den Lehenäckern stärker unter Druck. Im Hinspiel führten die Herzogstädter in der 90. Minute mit 2:1, als der Schiedsrichter eine sechsminütige Nachspielzeit anzeigte, die dann tatsächlich neun Minuten dauerte. In der vierten und schließlich in der letzten Nachspielminute fielen die Jesinger Siegtreffer zum 3:2. „Das wurmt uns noch sehr. Auf unserem engen und holprigen Platz haben wir Vorteile, die wir zu einem Sieg nutzen wollen. Doch auch mit einem Remis können wir noch leben. Unser Ziel bleibt die Relegation“, stellt Owens Spielleiter Hermann Scheu klar. Den zweiten Tabellenplatz verspielten die Jesinger jüngst beim 2:2 in Holzmaden und hatten Glück, wenigstens noch diesen einen Zähler ergattert zu haben: Spielertrainer Michael Panknin rettete mit seinem Treffer in der Schlussminute den einen Punkt. Jesingens Abteilungsleiter Peter Clewes bringt es auf den Punkt: „Wir werden alles versuchen, um dieses Spiel zu gewinnen. Die Qualität dazu hat die Mannschaft.“

Tabellenführer SV Nabern ist spielfrei – die Chance für Neidlingens Zweite, weiter aufzuschließen und oben mitzumischen. Es geht gegen Schlierbach und einen Mitkonkurrenten um die Relegation. Klarer Favorit ist der TSV Ötlingen gegen Unterlenningen II, ein 8:0 wie im Hinspiel scheint jedoch eher unwahrscheinlich. Einen seiner bisherigen vier Saisonsiege verbuchte der TSV Oberlenningen beim 2:1 in Dettingen, diesmal ist die SFD-Reserve allerdings Favorit unterm Wielandstein. Seit fünf Monaten ist der TSV Ohmden sieglos, das soll sich jetzt gegen die allerdings wiedererstarkte Holz­madener Reserve ändern. Last not least stehen sich im Hardtwaldstadion beim Kellerderby die Reserven der SGEH und des TSV Beuren gegenüber.kls