Handball-Landesliga
Im Täle wächst der Druck

Nach nur einem Sieg aus den ersten drei Spielen ist die HSG OLE im Heimspiel gegen Uhingen-Holzhausen auf Punkte angewiesen.

Lagebesprechung in Lenningen: Die HSG feilt noch am Matchplan für das Heimspiel gegen Uhingen-Holzhausen. Foto: Michael Tilp
Lagebesprechung in Lenningen: Die HSG feilt noch am Matchplan für das Heimspiel gegen Uhingen-Holzhausen. Foto: Michael Tilp

Nach einem schwierigen Saisonstart wächst bei der HSG Owen-Lenningen der Druck. Im Heimspiel gegen das HT Uhingen-Holzhausen am Samstag (Anpfiff 20 Uhr) will die Mannschaft von Trainer Konstantin Glöckler verhindern, frühzeitig mit einer zu großen Hypothek in die weitere Landesligarunde zu gehen. Dafür braucht es eine Leistung, die nicht nur phasenweise, sondern über die gesamten 60 Minuten trägt.

Mehr Entschlossenheit gefragt

Genau diese Konstanz ließ die HSG in den bisherigen Begegnungen vermissen. Zu häufig geriet die Mannschaft bereits in der Anfangsphase ins Hintertreffen und musste anschließend viel Kraft investieren, um Rückstände aufzuholen. Gegen Uhingen-Holzhausen soll deshalb vom Anpfiff an mehr Entschlossenheit auf die Platte kommen. Ein konzentrierter Start, eine stabile Abwehr und weniger einfache Fehler bilden die Grundlage, um die Partie in die gewünschte Richtung zu lenken.

Der Gegner gilt als schwer einzuschätzen. Das Handballteam Uhingen-Holzhausen verfügt über körperliche Vorteile und dürfte versuchen, diese insbesondere im Zweikampf sowie im Spiel über den Kreis zur Geltung zu bringen. In der Defensive setzt die Mannschaft bevorzugt auf eine kompakte 6:0-Deckung, kann bei Bedarf aber auch auf eine offensivere 5:1-Variante umstellen. Für den Angriff der HSG um Kapitän Moritz Raichle wird es darauf ankommen, geduldig zu bleiben, die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bringen und sich nicht in überhastete Einzelaktionen drängen zu lassen.

Mit dem Sieg gegen Esslingen in der vergangenen Woche hat Uhingen-Holzhausen zudem deutlich gemacht, dass die Mannschaft keinesfalls unterschätzt werden darf. Die Gäste dürften mit entsprechendem Selbstvertrauen anreisen und wollen ihren positiven Lauf fortsetzen. Die Tälessieben muss sich daher auf eine körperlich intensive Begegnung einstellen, in der Einsatzbereitschaft und Konsequenz eine wesentliche Rolle spielen werden.

Die Vorbereitung verlief allerdings alles andere als störungsfrei. Bereits in der Partie gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen fehlten mit Jonas Kiedaisch und Matthias Köbel zwei wichtige Kräfte für den Abwehrverbund. Auch in den folgenden beiden Wochen konnte HSG-Coach Konstantin Glöckler personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Mehrere Spieler fielen aus gesundheitlichen Gründen zeitweise aus, sodass ein geregelter Trainingsbetrieb nur eingeschränkt möglich war.

Hinter den Einsätzen von Matthias Köbel und Tobias Baumann stehen weiterhin Fragezeichen. Beide konnten unter der Woche nur teilweise am Mannschaftstraining teilnehmen. Gerade mit Blick auf die körperliche Spielweise des Gegners würden zusätzliche Alternativen in der Defensive der HSG guttun.

Unabhängig von der endgültigen personellen Besetzung ist die Zielsetzung klar: Die HSG Owen-Lenningen will erstmals in dieser Saison eine durchgehend überzeugende Vorstellung abliefern. Gelingt es der HSG, von Beginn an präsent zu sein und ihr Leistungsvermögen über die gesamte Spielzeit abzurufen, bestehen gute Chancen, die Partie gegen Uhingen-Holzhausen erfolgreich zu gestalten und sich eine bessere Ausgangslage für die kommenden Aufgaben zu verschaffen. lb