Basketball 2. Liga
Im vierten Spiel sind die Knights besonders gefordert

Wie schon 2023/24 sind die Knights perfekt gestartet. In Nürnberg wollen sie verhindern, dass die Serie erneut nach drei Spieltagen reißt.

Der Zweitligaspieler mit den drittmeisten Punkten: Desmond Watson Foto: Nina Sander
Der Zweitligaspieler mit den drittmeisten Punkten: Desmond Watson Foto: Nina Sander

Drei Spiele, drei Siege: Kirchheims Zweitligabasketballer sind so erfolgreich gestartet wie zuletzt in der Saison 2023/24. Vor drei Jahren hatten die Ritter allerdings am vierten Spieltag die erste Pleite kassiert (77:79 gegen Frankfurt) – eine Wiederholung will die Mannschaft von Trainer Igor Perovic am Samstag tunlichst vermeiden: Am vierten Spieltag gastierten die drittplatzierten Ritter morgen ab 18.30 Uhr in Nürnberg, treffen dort auf den Tabellenfünften, der mit zwei Siegen und einer Niederlage gestartet ist.

China-Trip als Vorbereitung

In der Vorsaison verpassten die Franken als Neuntplatzierter denkbar knapp die Play-offs. Diese Scharte soll in dieser Saison nun ausgewetzt werden. Dafür veränderten die Nürnberger einiges. Neuer Mann an der Seitenlinie ist Tim Black, der in seiner ersten ProA-Saison als Head Coach bislang voll überzeugt. Mit Nate Heise (16 Punkte pro Partie), Xavier Bell (11,3) und Ty Allred (13) dominieren die US-Spieler das Scoring der Falcons. Als erster Deutscher folgt Neuzugang Nic Welp mit 9,7 Zählern im Schnitt. Viel Erfahrung bringen Tim Köpple und Center Lars Lagerpusch.

Hinter den Nürnbergern liegt eine außergewöhnliche Vorbereitungszeit. Für mehrere Wochen war die Mannschaft nach China gereist und absolvierte dort eine Vielzahl von Spielen. Entsprechend eingespielt geht die Mannschaft zu Werke. „Nürnberg ist im Vergleich zu vielen anderen Mannschaften schon sehr gut im Rhythmus und weit in seiner Entwicklung. Sie spielen sehr harmonischen Basketball“, analysiert Perovic.

Zwangspause für Bretzel

Der Kirchheimer Hauptübungsleiter, der in den vergangenen beiden Wochen krankheitsbedingt kaum eine Einheit mit dem kompletten Kader absolvieren konnte, hatte zu Wochenbeginn endlich wieder die gesamte Truppe zur Verfügung. Dies änderte sich jedoch postwendend. Nico Bretzel musste aufgrund einer Lebensmittelunverträglichkeit pausieren, sollte aber bis zum Spiel wieder fit werden. Darüber hinaus hatte noch der eine oder andere Akteur mit kleineren Blessuren zu kämpfen.

Unter der Teck warnen die Verantwortlichen vor dem schwierigen Auswärtsspiel im Fränkischen. „Wir müssen konzentriert und engagiert an das Spiel rangehen. Nürnberg ist sehr gefährlich. Wenn wir sie ihr Spiel entfalten lassen, wird das ein langer Abend“, ergänzt Perovic.

Anschauungsunterricht in Sachen Nürnberg-Sieg erhielten die Ritter dabei von den Tigers Tübingen, die sich am vergangenen Sonntag überraschend deutlich mit 86:61 gegen die Falcons durchsetzten und dabei vor allem mit der richtigen Einstellung und Physis entscheidende Vorteile generierten. cs

Übertragen wird die Partie über www.sportdeutschland.tv

 

Erinnerungen an 2016: Nürnberg als Teil der Kirchheimer „Krimi-Serie“

Nürnberg war schon einmal Schauplatz eines Kirchheimer Basketballkrimis: Am 22. Oktober 2016 gewannen die Knights bei den Falcons mit 80:79 – trotz eines zwischenzeitlichen 57:70-Rückstands. Die Mannschaft von Trainer Michael Mai kämpfte sich zurück, ehe Seth Hinrichs 52 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Korb erzielte. Nürnberg verkürzte nur noch per Freiwurf, der letzte Dreierversuch der Gastgeber ging daneben.
Das Besondere: Der Erfolg war damals bereits der vierte Kirchheimer Last-Minute-Sieg innerhalb der ersten sechs Saisonspiele. Zum Auftakt hatte Justin Hedley das 92:90 in Dresden per Buzzerbeater gesichert, in Essen traf Tim Koch beim 81:79 einen Dreier mit der Schlusssirene, gegen Crailsheim entschied Carrington Love vier Sekunden vor Schluss das 86:84. Mit dem 80:79 in Nürnberg war die „Krimi-Serie“, wie sie der Teckbote damals bezeichnet, perfekt. pet