Der VfL darf zweimal zu Hause ran
Imbs-Alarm vor Kehl-Duell

Nach dem Highlight mit dem WFV-Pokalfinale vor der eindrucksvollen Kulisse von 2 500 Zuschauern kehrt im Kirchheimer Stadion an der Jesinger Allee wieder der Oberliga-Alltag ein. Gleich zwei Heimspiele innerhalb von vier Tagen stehen für den VfL Kirchheim auf dem Programm. Morgen um 15.30 Uhr empfängt der VfL den Kehler FV, am Mittwoch darauf die Spvgg Neckarelz (19 Uhr).

Kirchheim. Um den Zusammenhalt für den Endspurt in den letzten sechs Punktspielen zu stärken, hat die VfL-Truppe am Dienstag gemeinsam das Stuttgarter Frühlingsfest besucht. Laut Spielern soll es ein gelungener Abend gewesen sein. Mal pausieren statt zu trainieren, mal vom Fußball abschalten und auf andere Gedanken kommen – sicher nicht die schlechteste Methode, um sich auf neue Aufgaben einzustimmen.

Mit Kehl kommt ein Gegner nach Kirchheim, der sich im Aufwind befindet (zuletzt 1:1 gegen Waldhof Mannheim), der aber auch noch ein paar Pünktchen braucht, um sich endgültig aus der Abstiegszone zu verabschieden. Die Qualitäten des Tabellenelften liegen eindeutig in der Offensive. Mit 51 Toren verfügt der FV nach Nöttingen und Waldhof über den drittbesten Angriff und über den Top-Torjäger der Liga: Yannick Imbs hat in 30 Spielen bereits 20 Treffer erzielt. Ihm gilt die besondere Aufmerksamkeit in der Kirchheimer Abwehr.

Auch nach der 1:3-Niederlage in Villingen und dem damit verbundenen Sturz auf den achten Tabellenplatz haben die Teckmänner den dritten Rang noch nicht ganz abgeschrieben. Die drittplatzierten Schwarzwälder, denen mit Gmünd, Neckarelz, Illertissen und Astoria Walldorf außerdem vier weitere Teams im Nacken sitzen, haben noch schwere Auswärtsspiele zu bestreiten, müssen unter anderem noch nach Walldorf und Nöttingen. Will der VfL die sechs Punkte Rückstand auf Platz drei tatsächlich wettmachen, darf er sich auf eigenem Platz keinen Ausrutscher mehr leis­ten. Das bedeutet in den kommenden beiden Partien 90 Minuten Konzentration, nicht nur 45 wie in Villingen, „wo auch zu viel Langholz gespielt wurde“, wie Trainer Rainer Kraft bemängelt.

Ein gutes Abschneiden in der Oberliga wäre die beste Reklame, Verstärkungen für die neue Saison anzulocken. Zwei Spieler haben mündlich bereits zugesagt, zögern aber noch mit der Vertragsunterschrift. Kraft hat klare Vorstellungen, was sich in der Zusammensetzung des Kaders ändern muss: „Wir haben viele junge Spieler. Aber nur jung geht nicht, wie wir zuletzt gesehen haben.“ Der Gegner war im Schnitt drei Jahre älter. „Wichtig ist eine gute Mischung,“ meint Kraft. Hinzu kommt, dass der VfL in den Zweikämpfen oft körperlich unterlegen ist, weil er über viele kleingewachsene Spieler verfügt. Auch dieser Umstand werde bei der Kaderplanung berücksichtigt, meint der Coach. Also, her mit ein paar großen, kräftigen Kerlen.

Sehr aufmerksam verfolgt der Cheftrainer das Abschneiden der U 23 in der Bezirksliga. „Für den Übergang vom Junioren- in den aktiven Bereich ist der Aufstieg eminent wichtig. Ein Platz in der Landesliga wäre der ideale Unterbau für die Oberliga“, meint er. Deshalb unterstützt er die Truppe von Stefan Haußmann und Detlef Pflüger mit dem Abstellen von Spielern nach besten Kräften: „Wir sind permanent im Austausch. Die Zusammenarbeit klappt hervorragend.“