Kirchheim. Für die Kirchheim Knights läuft es in der Saison 2012/13 bekanntlich noch nicht allzu rund: Der dritte Tabellenplatz, der nach vier Spieltagen zu Buche stand, ist fürs Erste futsch. Die beiden ernüchternden Niederlagen in Cuxhaven und zu Hause gegen Gotha warfen die Ritter zurück. Vor allem das verlorene Heimspiel gegen Gotha dürfte den Teckstädtern wehtun. Nun gilt es für die Knights, eine neue Serie aufzubauen. Denn noch immer stehen sie als Siebter auf einem Playoff-Platz, und dieser soll nun verteidigt werden.
Gegen Gotha kehrte Dominik Schneider zurück und hinterließ bei seinem ersten Einsatz einen guten Eindruck. Besonders im Problemfeld der Knights, der Verteidigung, griff Schneider mehrere Male beherzt zu und gab der Defensive Halt. Doch auch er könnte die Niederlage, bei der man wieder über 90 Punkte hinnehmen musste, nicht verhindern. Hier gilt es nun für das Team um Kapitän Radi Tomasevic den Hebel anzusetzen. „Wir müssen uns in der Defensive verbessern und dürfen es unseren Gegenspielern nicht so leicht machen“, verlangt der Kapitän. Dies könnte der Schlüssel zum Sieg sein, scheint die Offensive doch rund zu laufen. Heute kommt der Tabellenletzte Jena als Gast in die Teckstadt. Ein leichter Gegner? Jena musste an den ersten sechs Spieltagen gegen vier der fünf derzeitigen Top-Teams antreten – der Punktemangel relativiert sich.
Das Team von Coach Georg Eichler wird von Lee Jeka angeführt. Der australische Point-Guard geht in seine dritte ProA-Saison und hinterließ bereits bei den Saar-Pfalz Braves und in Würzburg einen positiven und starken Eindruck. Von seinen Zuspielen profitiert zumeist Kenny Barker. Der athletische US-Guard liegt mit 16,5 Punkten an der Spitze des Jenaer Teams. Dicht auf den Fersen ist ihm jedoch Center Aurimas Adomaitis (14,2). Der 2,05 m große und 107 Kilo schwere Litauer wird die Knights-Defensive wohl dazu zwingen, Schwerstarbeit zu verrichten. Ebenfalls stark sind die ProA-erfahrenen Tim Schwartz und Christoph Roquette einzuschätzen.
Für die Knights geht der straffe Zeitplan im Anschluss an das Spiel gegen Jena direkt weiter. Am Sonntag macht sich die Truppe von Trainer Ignjatovic auf den Weg nach Essen. Besonders Neuzugang Chris Alexander dürfte sich auf ein Wiedersehen mit seinem Ex-Team freuen. Für die Ritter wird das West-Gastspiel keine leichte Aufgabe. Die Spiele gegen den langjährigen Ligarivalen, waren bereits in den letzten Jahren jeweils knapp. Einzige Ausnahme bildeten die Play-Offs, als es den Rittern in der ersten Runde gelang, per Sweep (3:0 Siege) in die zweite Runde einzuziehen. Selbst 36 Punkte von Chris Alexander im dritten Aufeinandertreffen reichten nicht aus, um die Knights zu besiegen. Eine offene Rechnung also, die das Team von Igor Krizanovic vor sich hat. Begleitet wird das Knights-Team erneut von einem Fanbus.
Zum Freitagsspiel gegen Jena bieten die Knights ihren Fans ein Schmankerl. Die ersten 100 Tickets der Blöcke K und L werden mit einer Ermäßigung von zwei Euro pro Ticket verkauft. Hallenöffnung ist um 18.30 Uhr.cs
