Am Samstagabend stand die längste Auswärtsfahrt der Saison an. 20 Uhr Spielbeginn in Freiburg ist in der Winterzeit eine sehr unbeliebte Zeit. Nicht allerdings für die Gäste. Die vom ehemaligen Landestrainer Oliver Mayer trainierten Spieler fingen an wie die Feuerwehr. Inklusive fünf versenkter Dreier entschieden sie das erste Viertel mit 27:20 für sich.
Im zweiten Viertel ging die Quote etwas zurück. Die Kirchheimer verteidigten besser und der Rückstand verringerte sich auf vier Punkte zur Halbzeitpause. Es musste nicht viel analysiert werden: 48 kassierte Punkte bis dahin sind zu viel. Da hilft die eigene gute Offensive mit diversen guten Aktionen unter dem Korb auch nicht, um einen Sieg zu holen. Kapitän Andreas Nicklaus: „Die körperliche Gangart der ersten Hälfte gleicht zwei vollen Spielen.“
USC mit einem Run
In Halbzeit zwei begannen vor allem die Schiedsrichter daran etwas zu ändern. Die bisherige Körperlichkeit wurde aufgrund einer strengeren Linie zumeist geahndet. Das Spiel verlor an Fluss, und kein Team konnte die Zügel an sich reißen. Zu Beginn des vierten Viertels wollten die Gäste den kleinen Rückstand aufholen. Doch der erste richtige Run kam von den USClern. Schwierige Würfe fanden ihr Ziel, und teils unnötige Ballverluste der Kirchheimer wurden eiskalt ausgenutzt. Drei Minuten vor Ende des Spiels war klar – die nächste Auswärtsniederlage ist besiegelt. Zum dritten Mal in Folge kann der Tabellendritte nicht in der Ferne gewinnen, und neben der schlechten Defense in der ersten Halbzeit kommt nun noch das Problem der schlechten Entscheidungsfindung im letzten Viertel hinzu. Nur sechs erfolgreiche Dreier-Versuche sind zu wenig.
Dies war das erste Spiel der Saison mit mindestens 20 kassierten Punkten pro Viertel. Der Fokus im Training wird also weiterhin auf der Defensive sowie dem Vermeiden von „unforced errors“ liegen.
Jeder kann jeden schlagen
Wie eng die Liga diese Saison ist, zeigen auch die anderen Ergebnisse des Wochenendes. Der Neunte Göppingen gewann gegen den Tabellenzweiten aus Heidelberg. Der Tabellenzehnte Heilbronn gewann gegen den bisherigen Tabellenvierten Tübingen. Und der Tabllenletzte aus Remseck gewann gegen den bisherigen Tabellenfünften aus Crailsheim. Die beiden letzten Heimspiele der Hinrunde dürften weitere spannende Duelle bieten. mw
Spielstenogramm
VfL Kirchheim: Abele (3, 1 Dreier), L. Failenschmid (0), Fansi (5), Haziri (9/), Jorgusen (0), V. Ebai Ndip (0), Nicklaus (4/1), Paqarada (22/3), Schwanenberg (14/1), Stief (10)

