Fußball-Landesliga: Weilheimer brauchen in Weilimdorf einen Dreier – VfL-Trip zum Kellerduell
In die Erfolgsspur zurück

Um den Anschluss an die führenden Teams in der Fußball-Landesliga nach der 1:2-Pleite in Dorfmerkingen nicht zu verlieren, muss der Tabellenvierte TSV Weilheim am Sonntag ab 15.30 Uhr beim Tabellenvorletzten TSV Weilimdorf dringend wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Im Abstiegskampf steht der VfL Kirchheim im eine halbe Stunde zuvor beginnenden Kellerduell beim SV Vaihingen weiter mächtig unter Druck.

Weilheim/Kirchheim. Für den TSV Weilheim ist der Beginn der Restrückrunde der Landesliga fast ein Spiegelbild der Vorrunde. Auch zum Saisonstart kamen die Limburgstädter mit drei Niederlagen in Folge schlecht aus den Startlöchern. Nun droht der Elf von Trainer Alexander Hübbe ein neuerliches Abrutschen in der Tabelle. In den ersten beiden Begegnungen konnten die Limburgstädter alles andere als überzeugen. Nach dem glücklichen 3:2-Erfolg gegen die TSGV Waldstetten folgte die 1:2-Niederlage bei den SF Dorfmerkingen und der Absturz auf den vierten Tabellenplatz. Übrigens ganz zur Verblüffung von Trainer Hübbe, der sich sicher war, dass sein Team einen guten Start hinlegen wird.

Weilheims Co-Trainer Danell Stumpe sieht den kommenden Spielen aber positiv entgegen: „Wir sind immer noch gut im Rennen. Ich bin überzeugt, dass unsere Spieler jetzt eine deutliche Leistungssteigerung zeigen werden.“ Die ist nötig, denn der Abstand zum Tabellenführer TSV Essingen beträgt mittlerweile sieben Zähler. Dafür ist der Aufstiegsrelegationsplatz bei drei Punkten Rückstand auf den 1. FC Heiningen weiter in Sichtweite. Beim abstiegsbedrohten TSV Weilimdorf zählt für den TSVW nur ein Sieg.

Die Gastgeber haben trotz elf Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht ganz aufgegeben. „Solange rechnerisch noch etwas möglich ist, werden wir alles versuchen“, sagt Weilimdorfs Abteilungsleiter Harald Kehrwecker. Dass der Aufsteiger in solch eine schier aussichtslose Situation gekommen ist, hat für Kehrwecker diesen Grund: „Uns fehlen die finanziellen Mittel, um mit den anderen Landesliga-Mannschaften mithalten zu können.“

Nach der nicht zu erwartenden 0:3-Heimniederlage gegen den FC Germania Bargau steht der VfL Kirchheim im Abstiegskampf beim SV Vaihingen vor einer richtungsweisenden Partie. „Jetzt ist für uns quasi jedes Spiel ein Finale“, betont Kirchheims Trainer Erol Sarikoc, der seiner Mannschaft bei der Bargau-Pleite keinen Vorwurf machte: „Da ist mir ein Fehler passiert. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Sören Mende hatte ich nur wenig Zeit, meine Aufstellung zu ändern.“ Beim Warmlaufen hatte der VfL-Abwehrchef signalisiert, dass es bei ihm nicht gehe, deshalb musste der Übungsleiter seine Anfangsformation umstellen. „Unsere rechte Seite habe ich danach falsch aufgestellt“, machte der Trainer in Selbstkritik. In Vaihingen kann Mende aller Voraussicht nach spielen. „Es sieht gut aus bei ihm“, sagt der VfL-Coach. Ihm steht der komplette Kader zur Verfügung.

Ob die Rechnung von Sportleiter Norbert Krumm aufgeht, wird sich zeigen: Aus den ersten vier Spielen in diesem Jahr sollten neun Punkte her, um die noch zu erreichen, müssen die nächsten beiden Begegnungen (SV Vaihingen, SSV Ulm 1846 II) gewonnen werden. „Die Mannschaft kann jetzt zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt ist“, sagt Krumm.

Noch mehr unter Druck steht zweifelsfrei der SV Vaihingen, denn eine Heimniederlage gegen den direkten Abstiegskontrahenten wäre ein doppelter Nackenschlag. Auch bei einem Abstieg will Abteilungsleiter Thomas Illig mit Trainer Klaus Kämmerer weiterarbeiten: „Unterschrieben ist zwar noch nichts, aber wir wollen den Vertrag verlängern.“