Lokalsport
Jens Roth als Trainer des VfL II zurückgetreten

Kirchheim. Zweiter Trainerrücktritt in der laufenden Saison bei Fußballbezirksligist VfL Kirchheim II. Nach Björn Kluger im September hat nun auch dessen Nachfolger Jens Roth das Handtuch geworfen. „Ich bin mit niemandem zerstritten, aber die richtigen Rahmenbedingungen haben einfach gefehlt. Außerdem bin ich beruflich sehr stark eingespannt“, sagt Roth, der in Hegnach bei Waiblingen wohnt und arbeitet. Infolge von Abmeldungen, Rausschmissen und Verletzungen hatte Roth selten einen vollständigen Kader zur Verfügung, wusste darüber hinaus vor Spieltagen oft lange nicht, ob und welche Spieler aus der Verbandsligamannschaft abkommandiert oder aus der Jugend hochgezogen werden. Sein Eindruck: „Die Schiene zwischen Jugend, erster und zweiter Mannschaft hat nicht funktioniert.“

Der VfL II taumelt in der Bezirksliga dem Abstieg entgegen, steht mit zwölf Punkten aus 16 Spielen auf dem drittletzten Tabellenplatz. Wer die Mannschaft in dieser schwierigen Lage nach Roths Abschied übernehmen wird, ist noch offen. Der scheidende Coach will nach eigener Aussage aber dabei helfen, einen neuen Trainer zu finden. „Ich habe auf Ende Januar gekündigt und will versuchen dem VfL so gut es geht zu helfen“, so Roth, dessen Abgang die Abteilungsleitung schmerzt. „Wir bedauern sehr, dass wir auf ihn verzichten müssen“, sagt Abteilungsleiter Fabian Preuss, der das vermehrte Stühlerücken an der Jesinger Allee nicht überbewerten will. „Wir stecken mitten in einem Neuordnungsprozess. Dazu gehört nun mal auch, dass Personal ausgetauscht wird.“

Gemeinsam mit Roth hat auch Alexander Capano seinen Dienst als Teammanager quittiert. „Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich nicht gefeuert wurde, sondern aus eigenem Entschluss aufgehört habe“, sagt der 49-Jährige, der beim VfL seit vier Jahren hinter den Kulissen mitgeholfen hat. Fabian Preuss hofft, dass Capano der Abteilung in anderer Funktion erhalten bleibt.pet