Tischtennis: Geschwächter Matsudaira kostet Frickenhausen möglichen Sieg im Kellerduell
Jetlag und Katerstimmung im Täle

Die Talfahrt des TTC Frickenhausen geht weiter. Das Täles-Team blieb zum sechsten Mal in dieser Saison punktlos. Im Kellerduell gegen Grenzau verlor der TTC in eigener Halle am Dienstag mit 2:3.

Frickenhausen. Nach einem 0:2-Rückstand keimte unter den rund 200 Zuschauern in der Sporthalle Auf dem Berg kurzzeitig Hoffnung auf, nachdem Torben Wosik und Jacub Kosowski gegen Zoltan Feyer-Konnerth und Hu Li den Ausgleich besorgten. Doch im entscheidenden fünften Spiel fehlte Frickenhausens Kenji Matsudaira die Frische. Er war erst am Abend zuvor von den Meisterschaften aus Japan zurückgekehrt und musste sich gegen Pavelka, der einen Glanztag erwischte, in vier Sätzen geschlagen geben.

Zum Auftakt standen sich Kosowski an Position eins und der Tscheche Tomas Pavelka gegenüber. Nach einem knappen 13:11 für die Gäste zog der 31-jährige Pavelka im zweiten Durchgang auf 8:4 davon, ehe der TTC aufholte und sich zwei Satzbälle erspielte. Doch der Tscheche behielt die Nerven und sicherte sich den Satz mit 13:11. Der dritte ging mit 11:7 an den TTC. Kosowski legte im vierten Satz vor, musste sich aber mit 9:11 geschlagen geben.

Im zweiten Spiel trafen Frickenhausens etatmäßige Nummer eins, Kenji Matsudaira, und Grenzaus Hu Li aufeinander. Der Japaner holte sich trotz des Jetlags den ersten Satz mit 11:8, im zweiten Durchgang hatte er jedoch mit 9:11 das Nachsehen. Hoffnung keimte auf, als der folgende Satz mit 11:7 an den 22-Jährigen des TTC ging. In den Sätzen vier und fünf war Matsudaira gegen den immer besser werdenden Hu Li chancenlos. Er unterlag sang- und klanglos 8:11 und 5:11.

Lange Gesichter auf der Tribüne nach dem 0:2-Rückstand zur Pause. Der Zweckoptimismus von TTC-Manager Jürgen Veith war fehl am Platz: „Vielleicht ist der Zwischenstand ja ein gutes Omen“, äußerte Veith noch Hoffnung. „Immer wenn wir zur Pause geführt haben, haben wir das Spiel am Ende noch verloren.“ Torben Wosik schien die Worte des TTC-Managers gehört zu haben. Er legte los wie entfesselt und sicherte sich den ersten Durchgang gegen Grenz­aus Zoltan Fejer-Konnerth mit 11:6. Das Aufbäumen von Wosik entpuppte sich zunächst jedoch als Strohfeuer, denn der 33-jährige Grenzauer drehte den Spieß im zweiten Satz um und gewann mit 11:4. Wosiks Konter folgte auf dem Fuß: Mit 11:4 erkämpfte er sich die 2:1-Satzführung und ließ seinem Gegenüber auch im Folgesatz beim 11:5 keine Chance. Er verkürzte damit auf 1:2 und hielt seine Farben im Spiel.

Jacub Kosowski fand anschließend gegen Grenzaus Hu Li gut in die Partie und konnte den ersten Durchgang mit 11:9 für sich verbuchen. So hätte es weitergehen können, doch Kosowski leistete bei Li Aufbauarbeit, und der sicherte sich den zweiten Satz prompt mit 14:12. Dass er es besser kann, bewies der Pole dann im folgenden Satz, den er mit 11:8 für sich entschied. Unglaubliche Ballwechsel zeigten die beiden Akteure in Durchgang vier: Der Frickenhausener präsentierte sich entschlossener, führte 9:0 und deklassierte Hu Li letztlich mit 11:1 und erzwang damit den 2:2-Ausgleich.

Im entscheidenden fünften Spiel standen sich Kenji Matsudaira und Tomas Pavelka gegenüber. Der Tscheche hatte bereits gegen Jacub Kosowski eine gute Figur abgegeben und knüpfte daran nahtlos an. Mit 11:7 und 11:9 holte er sich die beiden ersten Durchgänge. Matsudairas Kämpferherz erwachte jetzt, er holte sich mit 11:8 den dritten Satz. Im vierten konnte Pavelka gegen den völlig erschöpften Japaner den Sack schließlich zumachen und seiner Mannschaft mit 12:10 den 3:2-Siegpunkt sichern. „Das Spiel kam für Kenji einfach zu früh“, musste Veith hinterher feststellen.

Der TTC Frickenhausen ist mit 8:16 Punkten nun Neunter in der Tabelle. Für Grenzau ging es hoch auf Platz acht. Für Frickenhausen geht es am Sonntag, 19. Februar, beim Tabellensechsten TG 1837 Hanau weiter.mps

TTC matec Frickenhausen – TTC Zugbrücke Grenzau: 2:3

Jacub Kosowski – Tomas Pavelka 11:13, 11:13, 11:7, 9:11

Kenji Matsudaira – Hu Li 11:8, 9:11, 11:7, 8:11, 5:11

Torben Wosik – Zoltan Fejer-Konnerth 11:6, 4:11, 11:4, 11:5

Jacub Kosowski – Hu Li 11:9, 12:14, 11:8, 11:1

Kenji Matsudaira – Tomas Pavelka 7:11, 9:11, 11:8, 10:12

Zuschauer: 200