Sein älterer Bruder Enosch war bereits von 2014 bis 2015 ein Ritter, nun schließt sich auch Julius Wolf den Kirchheimer Korbjägern an. Wie der Vizemeister der 2. Liga am Freitag mitteilte, wechselt der 35-jährige Power Forward nach drei Jahren in Nürnberg unter die Teck.
Dass sich ein Wechsel nach Kirchheim anbahnte, war schon seit Längerem ein offenes Geheimnis. Wolf, der lange Zeit zu den besten Reboundern der ProA zählte und 81 Erstliga-Einsätze für Science City Jena absolviert hat, war während der Play-offs auffallend häufig in Kirchheim zu sehen. „Wir waren früh mit Julius in Kontakt. Die Familie seiner Frau lebt in Stuttgart und sie wollten näher zur Familie ziehen, daher hat sich das gut angeboten. Wir haben uns oft ausgetauscht und sind überzeugt davon, dass die Kombination sehr gut passt“, erklärt Kirchheims Sportchef Chris Schmidt.
Fans der Knights kennen Wolf ohnehin bereits seit vielen Jahren als Gegner. Unter anderem für Jena und Nürnberg absolvierte der Forward viele Spiele in der Sporthalle Stadtmitte. Nun kommen zu diesen Spielen noch einige mehr dazu, denn Wolf wird zur kommenden Saison das gelbe Trikot der Knights überstreifen. In der vergangenen Saison erzielte Wolf 9,1 Punkte und 4,4 Rebounds in knapp 21 Minuten pro Partie.
Er wird wie die anderen Spieler Mitte August mit dem neuen Team in die Vorbereitung starten, den Sommer aber bereits in Kirchheim verbringen und etwas früher mit dem Training starten. „Ich möchte der Mannschaft nächstes Jahr mit meiner Erfahrung helfen, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Außerdem freue ich mich, unter Igor zu spielen, und auf die Stimmung in der SHSM“, so Wolf. „Kirchheim hat ein klares Konzept, welches seit Jahren erfolgreich ist und vergangene Saison zurecht mit der Vizemeisterschaft gekrönt wurde.
Der 2,05 Meter große Forward wurde an der Urspringschule in Ehingen ausgebildet und fand dann seinen Weg unter anderem zu den aufstiegsambitionierten Teams aus Jena und Vechta, sowie in den vergangenen Jahren in Nürnberg. Seine großen Stärken sind der hochprozentige Distanzwurf, das Spielverständnis und sehr gute Passfähigkeiten. „Julius bringt viel von dem mit, was wir für die Position gesucht haben. Er spielt sehr ruhig, abgezockt, bringt viel Erfahrung mit und seine Wurfgefahr sowie die Möglichkeit, Angriffe über ihn zu initiieren, geben uns neue Optionen“, freut sich Head Coach Igor Perovic. pm

