Kirchheim. Unter des sicheren Schiedsrichters Eberhardt entwickelte sich ein munteres Spielchen ohne nennenswerte Großchancen. Der VfL II hatte zwar ein kleines spielerisches Übergewicht, aber es dauerte schon bis zur 18. Spielminute, bis ein von Tunjic geschlenzter Ball aufs lange Eck am Rücken eines Grötzinger Spielers abprallte und knapp am Pfosten vorbeistrich. Das Spiel plätscherte dahin. Erst in der 35. Spielminute gab es auf der Kirchheimer Seite Grund zur Freude: Ein von Caruana getretener Freistoß von der rechten Seite kam zentral im Fünf-Meter-Raum vors Tor und landete in einer unübersichtlichen Situation kurz vor der Torlinie. Diese Chance ließ sich Tunjic nicht entgehen und staubte zum 1:0 ab. Danach wurden die Seiten gewechselt.
Nach der Halbzeitpause nahm das Spiel mehr Fahrt auf. In der 48. Minute jagte Polat einem verloren gegangenen Ball hinterher und wurde von Traxler beim Klärungsversuch angeschossen. Der Abpraller fand seinen Weg direkt zum frei stehenden Tunjic, der überlegt an Gresser vorbei flach zum 2:0 traf. Vier Minuten später zeichnete sich Helber als Spannstoßschütze aus, als er einen von Caruana quergelegten Pass direkt aufs Grötzinger Tor hämmerte und der Ball für Gresser unhaltbar einschlug – 3:0.
Die Grötzinger bäumten sich gegen die drohende Niederlage auf und wurden in der 55. Spielminute mit dem Anschlusstreffer durch Stulic belohnt. Stulic wurde durch einen herrlichen Diagonalpass und begünstigt durch einen Kirchheimer Stellungsfehler in der Abwehr auf der rechten Seite kurz vor dem Strafraum freigespielt. Dörre versuchte noch, Stulic unter Druck zu setzen, doch der legte den Ball links an Dörre vorbei und schob den Ball ins Tor. Nachdem bei den Grötzingern etwas die Kräfte zu schwinden begannen, konnte Helber nach überlegtem Querpass von Tunjic im Strafraum zentral zum 4:1 einschieben (67. Minute). In der 82. Spielminute verkürzte der TSV Grötzingen zum 4:2 durch Mezger. Nach einem Ballverlust der Kirchheimer auf der rechten Seite wurde der Ball diagonal auf den frei stehenden Metsios gepasst. Metsios zog aus 16 Metern ab und Dörre konnte nur noch abklatschen – genau vor die Füße von Mezger. Den Schlusspunkt setzte Polat in der 89. Minute, als er einen von Caruana quer gespielten Ball vors Tor verwerten konnte. Insgesamt boten beide Teams ein mittelmäßiges Bezirksligaspiel, in dem der VfL II als verdienter Sieger vom Platz ging und damit weiter Druck auf den TSV Köngen ausübt.dp
