VfL-Handballer haben Klassenerhalt in eigener Hand
Kampf und Brezeln

Letzter Spieltag in der Handball-Landesliga: Während es für den TSV Owen um einen versöhnlichen Saisonabschluss geht, heißt es für den VfL Kirchheim gehörig Schwitzen im Kampf um den Klassenerhalt.

Kirchheim/Owen. Mit dem Unentschieden vergangene Woche in Waiblingen ist für die VfL-Handballer nun das eingetreten, was man eigentlich vermeiden wollte: Das letzte Spiel der Saison gegen den SKV Unterensingen morgen in der Sporthalle Stadtmitte (17 Uhr) entscheidet über den Klassenerhalt (siehe unten stehender Infotext).

Den Spielern ist schon seit Langem klar, dass man die Landesligazugehörigkeit, für die der Verein viele Jahre gekämpft hat, nicht kampflos abgeben darf. Dies scheint die junge Mannschaft in den vergangenen Wochen allerdings eher gelähmt als beflügelt zu haben. Die beiden Unentschieden gegen unmittelbare Konkurrenten sprechen Bände.

Die Unterensinger verloren zuletzt überraschend zu Hause gegen den TV Plochingen, der so seinen ersten Punktegewinn in dieser Saison feierte. Jedoch darf man nicht hoffen, dass der SKV als Punktelieferant nach Kirchheim kommt. Schließlich wird sich auch die Mannschaft von Trainer Benjamin Brack nach überzeugender Hinrunde mit Anstand aus der Saison verabschieden wollen.

Während einer letzten intensiven Trainingswoche hat VfL-Coach Ralf Wagner sein Team gut auf die Unterensinger, bei denen er selbst schon als Spieler und Trainer aktiv war, eingestellt. Taktische Raffinessen blieben dabei jedoch außen vor, einzig mit Kampf und Aggressivität wollen die Kirchheimer den Gästen zeigen, dass man ein weiteres Jahr in der Landesliga buchen will. Die Devise heißt deshalb, durch eine stabile, aggressive Abwehr leichte Ballgewinne zu forcieren und so zu einfachen Toren zu kommen.

Die Kirchheimer können personell fast aus dem Vollen schöpfen, nur der Langzeitverletzte Marcel Metzger und Sebastian Humpfer, der seine Klasse ins Schullandheim begleitet, fehlen. Die Mannschaft hofft nochmals auf die Unterstützung ihrer Fans und bedankt sich bei diesen unter anderem mit Gratis-Brezeln.

Der TSV Owen muss in seinem letzten Spiel auswärts ran: Morgen geht‘s zum SSV Hohenacker (17 Uhr). Dabei ist für beide Teams die Saison bereits gelaufen. Während der TSVO mit 19:23 Punkten im Tabellenmittelfeld rangiert, liegt der Gastgeber der Sonntagspartie mit 11:31 Punkten auf dem vorletzten Platz und hat auch keine Chance mehr auf den Klassenerhalt. Dass es für den TSV Owen trotzdem um mehr als die sprichwörtliche „Goldene Ananas“ geht, hat das Trainerduo Kiedaisch/Winkler in den Trainingseinheiten unter der Woche mehrfach deutlich gemacht.

Mit einem Sieg könnten die Owener sich an Waiblingen vorbei auf den fünften Tabellenplatz schieben und sich so immerhin knapp dem Saisonziel (ausgeglichenes Punktekonto) annähern. Vor allem aber wäre ein Sieg natürlich ein versöhnlicher Abschluss einer Saison, die aus TSVO-Sicht vor allem durch große Leis­tungsschwankungen geprägt war.

Personell allerdings sind die Möglichkeiten für Kiedaisch und Winkler eingeschränkt. Sowohl Matthias Büchele als auch Sascha Meissner konnten seit der Niederlage gegen Grabenstetten verletzungs- oder krankheitsbedingt nicht trainieren. Ob ihr Zustand einen Einsatz am Sonntag zulässt, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden.Mut schöpfen kann Owen hingegen aus den Hinspielerfahrungen. In der Teckhalle landete der TSV einen ungefährdeten 40:30-Sieg, bei dem vor allem die schnelle und variable Offensive überzeugte. Außerdem wäre ein Sieg auch ein guter Auftakt für den Saisonausklang, der nach der Partie im Owener Sporthaus stattfindet.ts/br