Kreisliga A: „Spielen gegen bestes Team“ – Dettingens letzte Chance
Kampfzone Bühl

In der Fußball-Kreisliga A, Staffel 2, haben nur die Spitzenmannschaften TG Kirchheim und VfB Neuffen bereits ein Spiel in diesem Jahr absolviert. Am Sonntag geht auch der Rest der Liga wieder auf Punktehatz.

Kirchheim. „Das war ein unglücklicher Jahresauftakt für uns. Wir haben beim 2:5 gegen Neuffen vor allem in der zweiten Halbzeit zu wenig gemacht. Aber die Ausgangslage ist immer noch gut“, reflektiert TG-Spielertrainer Gaetano Caruana die vergangene Partie. Für ihn ist ein Dreier beim Tabellenelften Altdorf nunmehr fest eingeplant. Marcel Hölig wird wegen einer Knieprellung allerdings fehlen.

Eine echte Standortbestimmung erwartet die SF Dettingen um Neu-Trainer Roland Schumacher. Mit dem Erfolg bei der TG im Rücken und der Empfehlung von sechs ungeschlagenen Spielen in Serie, gastiert der VfB Neuffen an der Teck. Bei einem Sieg könnten die Dettinger den VfB von Rang vier verdrängen und noch leise Aufstiegshoffnungen hegen.

Überraschungsprimus TV Bempflingen steht vor einer vermeintlich leichten Aufgabe beim abstiegsbedrohten TB Neckarhausen (13.). Die Mehrheit der Clubs sieht jedoch den zweitplatzierten FC Frickenhausen II als größten Titelaspiranten. Dem TV Unterlenningen bietet sich zum Auftakt die Gelegenheit, die Verbandsliga-Reserve auf deren Meistertauglichkeit zu prüfen. „Da werden wir gleich sehen, wo wir stehen. Mit Frickenhausen, Neuffen und der TG Kirchheim haben wir ein schweres Programm vor der Brust. Wir sind krasser Außenseiter, wollen zu Hause aber kämpferisch dagegenhalten“, sagt TVU-Abteilungsleiter Marc Schmohl. „Wir hatten eine holprige Vorbereitung, aber der Kader ist fast komplett. Wir spielen gegen die beste Mannschaft, aber in der Vorrunde haben wir uns beim 1:2 auch teuer verkauft“, gibt sich Unterlenningens Spielertrainer Timo Reinhofer zuversichtlicher.

Zu einem spannenden Derby kommt es im Holzmadener Brühl, wenn der TSV Jesingen seine Visitenkarte abgibt. Der Verlierer wird seinen Blick wohl verstärkt nach unten richten müssen, wobei die „Saurier“ als Zehnter aktuell mehr gefährdet sind. Die Jesinger wollen die 2:3-Hinspielpleite vergessen machen. „Wir spielen auf Sieg und wollen eher nach vorne schauen“, gibt Trainer Marc Augustin die Marschrichtung vor. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung ist das verletzungsbedingte Fehlen von vier Spielern keine Ausrede für ihn. „Dann müssen es eben andere im Kader richten, jeder will ja spielen.“

Im Abstiegskampf zählt für die U23 des VfL Kirchheim beim TSV Raidwangen nur ein Sieg. „Alles andere wäre gegen den Keller-Konkurrenten zu wenig. Die nächsten vier Spiele gegen vermeintliche Abstiegskandidaten sind für uns immens wichtig“, sagt Teammanager Sven Flegel angesichts des Rückstandes von neun Zählern auf die „Roigl“, die den ersten Nichtabstiegsrang derzeit innehaben (12.). Die Auswärtsbilanz mit bisher null Zählern und vier mageren Törchen dürfte den „kleinen Blauen“ nur wenig Mut machen. „Irgendwann müssen wir den Bann aber brechen“, gibt sich Flegel optimistisch. Durch die nun noch engere Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft und der U19 sind personelle Anleihen zu erwarten, sofern alle Spieler fit sind.

Aufsteiger TV Neidlingen bietet sich die große Chance, sich viel Luft nach hinten zu verschaffen. Vorausgesetzt die Truppe von Werner Achtzehner reüssiert beim Drittletzten TSV Grafenberg.

Die Hoffnung stirbt zuletzt beim AC Catania Kirchheim. Das derzeit abgeschlagene und personell gebeutelte Schlusslicht wirft die Flinte noch nicht ganz ins Korn. „Mit Weilheim II haben wir jetzt einen richtigen Brocken vor uns. Ein guter Start ist trotzdem wichtig für uns, sonst müssen wir uns leider bald mit dem Gedanken an den Abstieg anfreunden“, konstatiert AC-Spielleiter Thomas Beller.