Fußball
Kann die SGOH den Primus ärgern?

Der TSV Weilheim II peilt in der Kreisliga B6 den sechsten Sieg im sechsten Spiel an.

Lukasz Majowski und die SGOH wollen gegen den TSV Weilheim II mitnehmen, was möglich ist. Foto: Carsten Riedl

Es ist schon beeindruckend, ja geradezu imponierend, wie der TSV Weilheim II in seinen bisherigen fünf Partien aufgetreten ist und seine Gegner reihenweise abblitzen ließ. Fünf Spiele, fünf Siege, so die makellose Bilanz der Limburgstädter. Heraus stach dabei wohl der 5:0-Derbysieg jüngst in Nabern, laut TSVW-Coach Pasquale Spagnuolo ein „Superspiel von A bis Z“.

Die hohe Trainingsbeteiligung sowie das ausgewogene Verhältnis zwischen Jung und Alt fördern Konkurrenz und Leistungsstärke. Die Einstellung aller Akteure passt ebenfalls. Mit Tim Reik kehrt nun ein weiterer erfahrener Spieler auf der Sechserposition zurück und verstärkt das Team zusätzlich. Spagnuolo ist sich aber bewusst, dass die SG Ohmden/Holzmaden ein klarer Mitfavorit ist, schließlich beträgt der Abstand auf Platz zwei nur einen Zähler. Mit der Topbesetzung will sein Team die Serie ausbauen und die weiße Weste behalten, ohne dabei großartig auf die Tabelle zu schauen.

„Nach Nabern steht nun gegen die SGOH der nächste Kracher auf dem Programm, es gilt die Euphorie und den Schwung mitzunehmen, um die Serie mit aller Macht auszubauen und den Druck auf die Konkurrenz weiter zu erhöhen“, gibt Spagnuolo den Seinen mit auf den Weg. Gegner SGOH hat sich nach dem Stotterstart mit dem 9:0 gegen Schlusslicht Neidlingen II rechtzeitig warmgeschossen und durch das Schützenfest Selbstvertrauen getankt. Es gilt die Defensive nach den vielen Gegentreffern gegen die TGK und in Ötlingen zu stabilisieren. Dafür muss aber das ganze Team nach hinten arbeiten. Das weiß Abteilungsleiter Lars Weber, selbst in der Verteidigung tätig, am besten. „Das komplette Team muss mit viel Teamgeist, Leidenschaft und Laufbereitschaft verteidigen, wir haben nichts zu verlieren“, so Weber vor dem Gang in die Höhle des Löwen.

Auch SGOH-Coach Patrick Müller gewinnt der Fahrt zum Überflieger aus Weilheim etwas Gutes ab. „Wir sind nicht in der Favoritenrolle, vielleicht kommt uns das zugute, der Druck liegt ja eher bei Weilheim. Wir hängen aufgrund der schwachen Defensivleistungen hinten drin und müssen derzeit kleinere Brötchen backen. Doch wir wollen da raus, das 9:0 war ein Schritt in die richtige Richtung“, blickt Müller positiv gestimmt nach vorne: „Die Punkte, die wir brauchen, müssen wir woanders holen.“

Ernüchterung in Schlierbach

Beim TSV Schlierbach ist nach dem unerwarteten Traumstart mit drei Siegen etwas Ernüchterung eingekehrt, nach dem 1:3 bei der Catania II folgte die dreiwöchige Spielpause, Coach Benedetto Savoca ruft sein Team vor der Partie gegen die immerhin schon mit sechs Zählern ausgestattete SGEH II nun quasi zu neuen Ufern auf. „Wir hatten zwei Mal spielfrei, haben die Zeit mit einem Testspiel überbrückt und wollen jetzt wieder loslegen, um den vierten Saisonsieg zu landen. Es gilt, die unnötigen Fehler von zuletzt zu vermeiden. Wir wollen im Soll und bei der Musik bleiben sowie die anderen Teams auf Distanz halten, so lange es geht“, gibt TSVS-Coach Benedetto Savoca die Marschroute aus. Fehlen wird weiterhin der gesperrte Samba Kujabi.

Wundertüte Linsenhofen

Nach drei Siegen in Folge ist der SV Nabern mit dem 0:5 auf den Boden der Realität zurückgeholt worden. Der morgige Gegner Linsenhofen II gleicht einer Wundertüte und zeigte sich beim 0:11 jüngst gegen die SFD II von der dunklen Seite, war aber schon zwei Mal erfolgreich. SVN-Spielleiter Luca Sterr meint: „Schwer einzuschätzen, wir kennen nur die Erste aus der A-Liga, je nach Wetter ist dort eine Kampfschlacht zu erwarten, doch wir wollen den Kontakt nach oben bewahren.“ Spielertrainer Marcel Geismann musste als Keeper zuletzt fünf Mal hinter sich greifen und warnt seine Jungs vor dem Trip nach Linsenhofen. „Wenn wir um Platz drei bis fünf mitreden wollen, müssen wir dort aber gewinnen, und das möglichst zu Null“, weist Geismann sich und seinen Jungs den Weg.

Ihren vierten Saisonsieg hat die zweite Garnitur des TSV Jesingen beim noch punktlosen Schlusslicht TV Neidlingen II ganz fest im Visier.