Fußball-Bezirksliga
Kann Plochingen den blauen Erfolgsexpress ausbremsen?

Der VfL Kirchheim hofft auf den siebten Sieg in Folge. Der TSV Weilheim trifft auf schwächelnde Frickenhausener. Jesinger erwarten den Tabellendritten.

Jubelstimmung in blau: Der VfL ist seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen Foto: Carsten Riedl

Zum Rückrundenstart der Fußball-Bezirksliga ertönen an der Jesinger Allee wohl keine Bremsgeräusche – der VfL Kirchheim rollt mit ordentlich Vollgas Richtung Winterpause. Der kommende Gegner FV Plochingen sucht derweil die passende Antwort: Wie bremst man den blau gefärbten Waggon?

In allen sechs vergangenen Pflichtspielen rollte das Team um Ferdi Er und Phillip Kühnert regelrecht über die Konkurrenz hinweg und arbeitete sich somit ins obere Tabellendrittel. „Wir sind als Team zusammengewachsen“, weiß Kapitän Nico Nagel. Mit Argjend Shalaj, Stefano Magno, Viktor Ribeiro, Nico Crisigiovanni und Leotrim Shala haben sich gleich fünf Sommerneuzugänge zu festen Größen entwickelt – ein Umbruch, der laut Nagel Zeit gebraucht hatte. Zeit, verkürzt durch Maßnahmen abseits des Rasens: Thermenbesuche und regelmäßige Café-Treffen sollen die Gemeinschaft gestärkt haben. Der Blick auf die beiden Aufstiegsplätze wäre daher eigentlich keine Überraschung – zumal bereits das Hinspiel gegen Plochingen (3:2) zugunsten der Kirchheimer ausging und damit die Möglichkeit auf einen weiteren Erfolg untermauert. „Wir wollen vorne mitspielen, doch ich sehe ein bis zwei Teams über uns“, bremst Nagel die Euphorie.

Feierlaune beim TSVW

Nicht nur die starke Hinrunde sorgt beim TSV Weilheim derzeit für gute Stimmung. Auch das anstehende Weihnachtsfest soll einen stimmungsvollen Abschluss eines erfolgreichen Fußballjahres bilden. Ein Haken bleibt jedoch: Der 1. FC Frickenhausen war nicht bereit, das für morgen angesetzte Duell zu verlegen. „Ich werde den Jungs das Feiern nicht verbieten – ich denke trotzdem, dass alle fit sein werden“, sagt TSV-Coach Salvatore De Rosa. Doch selbst bei schwenkenden Gläsern und heiterem Gemüt spricht vieles für einen TSV-Erfolg. Sechs der letzten acht Partien gingen an das Team von De Rosa, der sich dennoch nicht in Sicherheit wiegt. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“ Der FCF steckt allerdings in einer schwierigen Phase. Statt wie in den vergangenen Jahren im oberen Drittel mitzuspielen, kämpft der ehemalige Verbandsligist derzeit darum, Abstand zu den Abstiegsrängen zu halten.

Was erwartet den TSVJ?

In einer sportlich ungünstigen Phase wünscht man sich vor der Winterpause meist alles, außer ein Duell mit einem Topteam. Genau das erwartet den TSV Jesingen am morgigen Sonntag. Der Tabellendritte 1. FC Donzdorf musste zuletzt allerdings eine deutliche 1:5-Pleite gegen den TSV RSK Esslingen hinnehmen. Eine Situation, die zwei Lesarten zulässt: Trifft Jesingen auf einen Gegner, der mit Wut im Bauch zurückschlagen will, oder erwischt man Donzdorf in einer Formdelle?

TSVJ-Trainer Christian Mirbauer legt den Fokus allerdings auf die eigene Leistung: „Wir müssen läuferisch mehr machen, um zu gewinnen.“