Bei Pro A-Primus BG Gotha wollen Kirchheimer Basketballer nicht untergehen
Kein Kaninchen vor Schlange

13 Siege, null Niederlagen: So lautet die beeindruckende Heimbilanz des kommenden Knights-Gegners BG Göppingen. Im Auswärtsspiel beim Zweitliga-Tabellenführer der Pro A haben die Kirchheimer Basketballer am Samstag nichts zu verlieren – sie können nur gewinnen. So gesehen eine dankbare Aufgabe, auch wenn Point-Guard Bryan Smithson wieder einmal angeschlagen ist.

Kirchheim. Beim Hinspiel am 16.  November in Kirchheim (72:87) verletzte sich Point-Guard Bryan Smithson früh. Björn Schoo war auf Smithsons Fuß gelandet und hatte Kirchheims Denker und Lenker zu einer langen Verletzungspause gezwungen. Nun ist Smithson wieder fit und zeigte in den vergangenen Wochen seine enorme Bedeutung fürs Kirchheimer Spiel. Eine am vergangenen Samstag erlittene Muskelzerrung im Oberschenkel zwang ihn nun jedoch erneut zu einer Trainingspause. Ob Smithson am Samstag wieder voll einsatzfähig ist, ist fraglich.

Personell haben die Kirchheimer also nicht die idealen Voraussetzungen vor dem Duell beim zu Hause ungeschlagenen Tabellenführer. 13  Heimsiege gab es, und mitunter fegte die BG mit beeindruckenden Siegen die Gastmannschaft vom Feld. Unter die Räder zu kommen, soll den Kirchheimern nicht passieren. Das zumindest ist die Hoffnung von Frenkie Ignjatovic. „Wir sind ganz klarer Underdog“, sagt der Trainer, „aber jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden. Jedes Mal hat man seine Chance, man muss sie nur zu nutzen wissen.“

Eine gute Nachricht gab es für Ignjatovic zu Beginn der Woche: Die MRT-Untersuchung bei Maximilian Rockmann ergab keine schwerwiegende Verletzung, sodass der Publikumsliebling sofort wieder ins Training einsteigen und bislang alle Einheiten schmerzfrei absolvieren konnte. Der Forward hatte aufgrund einer Sprunggelenks- und Rückenverletzung in den vergangenen Wochen gefehlt.

In einer von Überraschungen nur so geprägten Pro A-Saison steht Göttingen mit 48 Punkten einsam an der Tabellenspitze und kann von Platz eins auch nicht mehr verdrängt werden. Nur drei Spiele verlor der Tabellenführer daheim. Wie bei den Kirchheimern, hat bei Göttingen der Teamgedanke absolute Priorität. Topscorer in der Mannschaft von Trainer Roijakkers ist der US-Amerikaner Alex Ruoff mit durchschnittlich 16,6 Punkten pro Partie. Ihm zur Seite stehen mit Harper Kamp (14,7), Jeramine Mallet (11,9), Jeremy Dunbar (10,0) und David Godbold (9,8) weitere dominante Spieler.

Die Hinspiel-Niederlage beendete Kirchheims äußerst erfolgreichen Saisonstart: Sieben Siege bei zwei Niederlagen gab es seinerzeit. Im weiteren Saisonverlauf taten sich die Teckstädter schwer, doch jetzt stehen sie dennoch kurz vor einer Qualifikation zu den Play-offs, können diese aus eigener Hand schaffen. Dazu sind jedoch mindestens zwei Siege aus den letzten drei Saisonspielen nötig. Mit Gotha und Essen stehen zwei weitere Top-Teams direkt hinter den Kirchheimern und wittern ebenfalls ihre Play-off-Chance.

Sollten die kommenden zwei Spieltage zu keiner endgültigen Entscheidung führen, könnte es am letzten Spieltag in Gotha am 30. März mit dem einheitlichen Spielbeginn um 17  Uhr zu einem echten Endspiel um den letzten Play-off-Platz kommen. Die Kirchheimer müssten dann in der berüchtigten Sporthalle „Blaue Hölle“ bestehen. Zuvor stehen allerdings noch die beiden nicht minder schweren Spiele in Göttingen (morgen ab 19 Uhr) und daheim gegen Gießen (28. März) an.cs