Basketball: Aufstiegskandidat Karlsruhe erster Knights-Prüfstein 2013
„Keine Ausreden mehr“

Das Jahr beginnt für die Knights-Fans mit einem Leckerbissen: Am Dreikönigstag erwarten die Ritter die starken Korbjäger aus Karlsruhe zum baden-württembergischen Derby. Ein Wiedersehen wird es dabei mit dem ehemaligen Knights-Spieler Nils Menck geben, der mit seinem neuen Team den Aufstieg anpeilt. Sprungball in der Sporthalle Stadtmitte ist um 17 Uhr.

Kirchheim. Für die meisten stehen die Tage zwischen den Jahren unter dem Zeichen der Ruhe und Beschaulichkeit. Nicht so bei den Kirchheimer Korbjägern: Aufgrund der prekären sportlichen Situation gab Trainer Frenkie Ignjatovic seinen Schützlingen lediglich an den Weihnachtstagen und zur Jahreswende frei. Ansonsten wurde bei den Trainingseinheiten vor allem an einem gefeilt: dem Zusammenspiel. Ob sich das Konzept auszahlen wird, oder ob die Gäste den Trumpf eines ausgeruhten Teams ausspielen können, wird sich am kommenden Sonntag um 17 Uhr zeigen.

Dabei wird das auf neun Spieler reduzierte Kirchheimer Team noch auf eine Verstärkung verzichten müssen. „Wir haben zwar viele Spieler angeboten bekommen, es war jedoch noch keiner dabei, der verspricht, uns wirklich weiterzubringen und gleichzeitig für uns bezahlbar ist“, so Ignjatovic, der in der jetzigen Situation keine Schnellschüsse mehr wagen möchte. Zumal eine Rückkehr von Ahmad Smith nun endgültig vom Tisch ist: Gemeinsam mit dem ehemaligen Leipziger Nikita Kharchenkov hat Smith beim Nürnberger BC unterschrieben (siehe Infokasten).

So soll das Kirchheimer Team auf den Erkenntnissen und dem kleinen Erfolgserlebnis des knappen Testspielerfolges gegen Ehingen (80:79) aufbauen. Gleichwohl wird es gegen den Tabellenvierten aus Karlsruhe schwer werden. Nach Einschätzung Ignjatovics gehört das Team von Coach Torsten Daume trotz einiger schwächerer Auftritte zum Ende der Rückrunde immer noch zu den heißesten Aufstiegskandidaten. Leitfigur der BG ist seit vielen Jahren Kapitän Rouven Roessler, der kürzlich sein 300. Spiel für seinen Klub absolvierte und dank seiner Scorerqualitäten, aber auch seiner Persönlichkeit, seit Jahren der Leader des Teams ist und ganz alleine ein Spiel entscheiden kann. Mit durchschnittlich 14,47 Punkten und einer Dreierquote von 39 Prozent gehört er auch in diesem Jahr zu den gefährlichsten Spielern. Radi Tomasevic, der schon auf viele Duelle mit dem Ausnahmespieler zurückblicken kann, sieht vor allem in einer guten Verteidigung Roesslers einen möglichen Schlüssel zum Kirchheimer Erfolg.

Neben Roessler heben sich besonders die beiden US-Centerspieler Jeremy Black (13,6 PpS, 8,07 Reb) und Dewayne Richardson (12,07, 6,4) aus dem starken Team heraus, das zudem im Ex-Knight Nils Menck eine Verstärkung erfahren hat. Menck scheint sich sportlich wie privat mit seiner kleinen Familie in Karlsruhe sehr wohlzufühlen, was für die Ritter umso schmerzlicher ist, werden seine Qualitäten doch in Kirchheim in dieser Saison stark vermisst.

Deutsche Spieler mit großem Potenzial, starke Amerikaner und ein auf allen Positionen doppelt besetztes Team: auf dem Papier sind die Badener der klare Favorit für die Partie, doch die Kirchheimer setzen auf die eigenen Gesetze des Derbys. „Meine Spieler sollen sich von der tollen Derbystimmung anstacheln lassen und bis an ihre Leistungsgrenze gehen“, fordert Frenkie Ignjatovic, der sich selbst auf die besondere Stimmung dieses Spieles freut. Ähnlich sieht das auch sein Kapitän Radi Tomasevic: „Das Team ist sich der momentanen Situation bewusst und es gibt keine Ausreden mehr. Zudem haben uns die Trainingseinheiten sehr gut getan.“

Das sportliche Basketballjahr beginnt also am Sonntag um 17 Uhr. Auf die Ritter warten schwere Spiele und der Kampf um den Klassenerhalt soll mit großer Fan-Unterstützung erfolgreich gestaltet werden. Karten gibt es im Vorverkauf unter www.kirchheim-knights.de und im Knightsbüro. Die Abendkasse öffnet am Spieltag bereits um 15.30 Uhr.bs