Noch vier Spiele: Die Basketballer des VfL auf Abschiedstournee in der Oberliga
„Keiner gibt auf – bis zuletzt“

Nach dem bereits fest stehenden Abstieg in die Landesliga steht für die VfL-Basketballer noch viermal Schaulaufen in der Oberliga auf dem Programm. Am Sonntag geht es zum Tabellenfünften, Rot-Weiß Stuttgart.

Kirchheim. Trotz des besiegelten Abstiegs, der schon seit Saisonbeginn absehbar war, sieht VfL-Coach Pasko Tomic kein Nachlassen bei seiner Truppe: „Die Intensität im Training ist so hoch wie eh und je, es ist angenehm und macht Spaß, diese Mannschaft zu trainieren.“ In den sechs Monaten Überlebenskampf hat der Kroate seine Jungs gut kennen gelernt und weiß: „Alle wollen weiter das Beste herausholen, obwohl wir aus sportlicher Sicht tot sind. Kein Spieler wird aufgeben, bis zum letzten Spieltag.“

Bis dahin sind es noch vier Spiele ohne echten tabellarischen Wert. Den Auftakt des Schaulaufens, der gleichzeitig ein weiterer Charaktertest ist, macht das morgige Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Stuttgart (16.30 Uhr, Elly-Heuss-Gymnasium). Das Heimspiel im Herbst wurde nach ordentlicher Leistung mit 79:90 verloren, NBBL-Spieler Constantin Munz lieferte damals mit 31 Punkten und sechs Dreiern seine persönliche Bestleistung ab. Doch der im Mai 19-Jährige steht nicht mehr im Kader, konzentriert sich voll auf die Endrunde in der Nachwuchs-Bundesliga.

Am morgigen Sonntag werden auf Kirchheimer Seite drei weitere Spieler fehlen: Center Marsel Sibinovic gönnt sich nach langer, stressiger Prüfungszeit einen Erholungsurlaub in seiner serbischen Heimat, Jan Reichmuth ist im Skiurlaub und Chara Kiriakidis bestreitet mit seinem Heimverein TG Nürtingen das entscheidende Spiel um den Aufstieg in die Bezirksliga. Angesichts der Brisanz des Spiels konnte Tomic seinem Flügelspieler schlecht die Erlaubnis verweigern. Aus dem Kreis der restlichen acht Spieler fehlte Scharfschütze Chris Schraml im Training unter der Woche wegen einer Erkältung, doch was die anderen in den Faschingsferien an Einsatz zeigten, begeisterte den Coach.

Trotz der angespannten Personallage spekulieren die Kirchheimer in den verbleibenden Spielen durchaus auf das eine oder andere Erfolgserlebnis. Zwei der nächsten vier Gegner stehen in der unteren Tabellenhälfte. Rot-Weiß Stuttgart ist mit 11:7-Siegen immerhin Fünfter, doch dann geht es gegen den Neunten Spvgg Holzgerlingen (7:11) und den Zehnten NSU Neckarsulm (5:13). Den Abschluss macht das Derby gegen die TS Göppingen, die als derzeit Dritter (13:5) zwar noch auf den Relegationssplatz schielt, zuletzt aber deutlich nachgelassen hat. Doch Tomic und sein Team freuen sich jetzt erst einmal auf Stuttgart: „Die sind aggressiv, jung, bissig, agieren mit Tempo und Energie, mit einer Art amerikanischem Stil. Das macht Spaß, gegen die zu spielen. Da müssen alle an die Grenze gehen,“ meint der Trainer.ut

VfL Kirchheim: M.Beck, C.Bozic, Eberle, Gritschke, Reza, Schlipf, Schraml, M.Wanzke