Basketball 2. Liga
Kirchheim Knights: Warum ein Aufsteiger zur großen Gefahr wird

Die Kirchheim Knights wollen am Samstag bei den Miners in Essen den sechsten Sieg im sechsten Spiel einfahren. Die Duelle beider Teams haben Tradition.

Paul Viefhues (rechts) hatte den Kirchheim Knights zuletzt noch gefehlt. Nun ist der Flügelspieler im Schlagabtausch mit den Ess
Paul Viefhues (rechts) hatte den Kirchheim Knights zuletzt noch gefehlt. Nun ist der Flügelspieler im Schlagabtausch mit den Essenern wieder an Bord.  Foto: Nina Sander

Am Samstag wird es für Kirchheims Zweitligabasketballer im Ruhrgebiet ernst. Dort steht das Duell mit den ETB Miners aus Essen auf dem Programm. Bereits am heutigen Freitag begibt sich der Rittertross auf den Weg. Auf die Mannschaft von Head Coach Igor Perovic wartet eine komplizierte Aufgabe. Schließlich wollen die Ritter ihre hart erarbeitete weiße Weste behalten.

Die Duelle zwischen den Teams aus Essen und Kirchheim haben eine lange Tradition. Viele Knights-Anhänger erinnern sich noch an legendäre Aufstiegsduelle in den Anfangsjahren der 2. Basketball-Bundesliga. Doch in der jüngeren Vergangenheit hatten die Fans beider Teams darauf verzichten müssen. Einige Jahre waren die Essener im Profibereich nicht mehr vertreten, mussten sich komplett neu aufstellen. Dies gelang, und als ProB-Meister in der Vorsaison stiegen die Miners in Deutschlands zweithöchste Spielklasse auf. Dank eines neuen amerikanischen Investors wollen die Essener künftig hoch hinaus und schickten im Sommer eine Kampfansage an alle Kontrahenten, besser in der Saison 2026/2027 in die erste Liga aufzusteigen, denn anschließend würden die Essener dieses Ziel verfolgen.

Vor dem Aufsteiger gewarnt

Die Aufstiegsachse der letztjährigen Spielzeit, bestehend aus Head Coach Lars Wendt, Point Guard Quashawn Lane, Marc Friederici und Jonathan Almsted wurde gehalten und um viel Erfahrung ergänzt. Mit JJ Mann und Craig Moller wechselten zwei ehemalige Bundesligaakteure nach Nordrhein-Westfalen. Ebenfalls neu hinzugekommen sind Darius Dawson, Rückkehrer Isaiah Sanders und Tre Beard. Der Start in die aktuelle Spielzeit ist aufgrund eines extrem schwierigen Auftaktprogramms ergebnistechnisch eher misslungen. Gegen die Aufstiegsaspiranten aus Crailsheim, Heidelberg und Bremerhaven sowie gegen den Play-off-Kandidaten aus Köln hagelte es Niederlagen. Gegen verletzungsbedingt limitierte Karlsruher konnte sich Essen jedoch durchsetzen. Somit stehen eine 1:4-Bilanz und Tabellenplatz 15 zu Buche. Doch insbesondere in den Spielen gegen Köln und Bremerhaven, die beide auf des Messers Schneide standen, zeigten die Essener ihre Qualität.

„Essen presst extrem stark. Sie können überfallartige Attacken fahren und spielen mit extrem hoher Intensität. Da sind maximale Konzentration und Fokussierung gefordert“, so Knights-Coach Igor Perovic. Topscorer ist mit 13 Zählern pro Partie Friederici. Im Schwabenland musste Kirchheims Cheftrainer am Montag noch auf verletzte und erkrankte Akteure verzichten. Doch bereits ab Dienstag waren alle Spieler, inklusive des beim Match zuvor ausgefallenen Paul Viefhues, wieder an Bord. Nach fünf Siegen zum Auftakt in die neue Saison wollen Kapitän Tyrel Morgan und Co. ihre Bilanz weiter ausbauen, wissen jedoch auch um die Schwere der Auswärtsaufgabe. Los geht’s bereits am Freitag. Nach einer Trainingseinheit in der Sporthalle Stadtmitte begibt sich das Team auf die Fahrt nach Essen, wo am Samstag der Shootaround stattfindet. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.

Übertragen wird die Partie wie immer über www.sporteurope.tv. cs