Basketball 2. Liga
Kirchheim testet Topform in Koblenz

Nach dem fulminanten Sieg im Weihnachtsspiel über Bremerhaven fahren die Bozic Knights mit breiter Brust zu den EPG Baskets, wo am Sonntag der achte Sieg im neunten Spiel winkt.

Gemeinsam stark: Nach dem Sieg gegen Bremerhaven gastierten die Knights am Sonntag in Koblenz.Foto: Nina Sander
Gemeinsam stark: Nach dem Sieg gegen Bremerhaven gastierten die Knights am Sonntag in Koblenz.Foto: Nina Sander

„Wer soll uns verdammt noch mal aufhalten?“ Die Worte, mit denen Lucas Mayer seine Teamkollegen nach dem weihnachtlichen 92:67-Kantersieg über Bremerhaven noch auf dem Parkett der Göppinger EWS Arena im obligatorischen Spielerkreis pushte, gehen weit über die nach Erfolgen üblichen Emotionsfloskeln hinaus – nach sieben Siegen aus den letzten acht Partien ist die Frage, wer den Lauf der Kirchheimer Korbjäger stoppen soll, durchaus berechtigt.

Vielleicht die EPG Baskets Koblenz? Die Nordpfälzer sind am Sonntag ab 17 Uhr Gastgeber der Ritter, die sich auf einen angeschlagenen Kontrahenten einstellen. „Die werden extrem motiviert und engagiert sein. Für sie geht es wie für uns um viel“, weiß Knights-Sportchef Chris Schmidt angesichts der jüngsten Koblenzer Niederlage bei Schlusslicht Paderborn, die für die aktuell elftplatzierten Baskets ein Rückschlag darstellt. „Eine Platzierung zwischen Rang zehn und zwölf wäre ein Erfolg“, hatte EPG-Sprecher Thomas Klein vor Rundenbeginn gesagt.

Parallelen zu 2023 fürchten die Kirchheimer derweil nicht: Vor zwei Jahren waren die Knights vier Tage nach einem nicht minder spektakulären Weihnachtssieg in Göppingen (Mike Flowers per Buzzer Beater) an Rhein und Mosel mit 57:73 baden gegangen. „Igor und ich haben über 2023 gesprochen“, verrät Chris Schmidt, „ob er darüber aber mit der Mannschaft spricht, ist seine Entscheidung. Aus der damaligen Truppe ist nur noch Nil Failenschmid da, daher ist das sicher kein Muss.“

Zumal die Koblenzer auch so schon gefährlich genug sind. Mit durchschnittlich 89,8 Punkten pro Spiel erzielt das Team von Trainer Stephan Dohrn ligaweit die zweitmeisten Zähler Mit Calvin Wishart (15,3 Punkte pro Partie), Tim Davis (14), Aleksa Kovacevic (11,2) und Decorian Jeffries (11,2) punkten gleich vier Spieler pro Partie im Schnitt zweistellig. Dafür hat die Mannschaft vor allem in der Defensive Schwächen und neigt zu mehr Fouls – der Kirchheimer Matchplan dürfte demnach klar sein. „Die Defensive ist unsere Identität. Das ist das, was wir bringen müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen. Wie in jedem Spiel geht es für uns darum, die Energie und Intensität aufs Parkett zu bekommen und konzentriert zu spielen“, betont Sportchef Schmidt, wohl wissend, dass die Knights in der Fremde oft ein anderes Gesicht zeigen. „Wir sind eine Mannschaft, die von der Emotionalität lebt, das ist mit den eigenen Fans nochmal etwas ganz anderes als auswärts.“

Von den bisherigen sieben Auswärtsspielen haben die Ritter vier verloren, was laut Schmidt jedoch wenig Aussagekraft hat: „Seitdem wir in Form gekommen und alle Spieler gesund sind, haben wir nur in Bochum verloren und dort zu siebt ohne drei potenzielle Starting-Five-Spieler.“