Selbst nicht baden gehen und die Gegner nass machen – Metaphern mit Wortspielcharakter gibt es im Hinblick auf den Saisonstart des einzigen Wasserballteams in der Teckregion genug. Fest steht: Der VfL Kirchheim bestreitet am Samstag bei der SG Leimen/Mannheim II das erste von insgesamt 18 Spielen in der Verbandsliga Baden-Württemberg.
Mangels eigener Spielstätte in Form eines Hallenbads ist das Team traditionell in der ersten Saisonhälfte ausnahmslos auswärts unterwegs, ehe ab Mitte Mai im Kirchheimer Freibad die Heimspiele anstehen. Das Ziel? „Wir wollen besser abschneiden als in der Vorsaison“, betont Alexander Gonser, Wasserballwart in der VfL-Schwimmabteilung, in der die rund 20 erwachsenen Beckensportler und die 15 Kinder beheimatet sind. Soll heißen: Mehr als der enttäuschende siebte Platz, den man im Juli dieses Jahres im neun Teams starken Abschlussklassement belegt hatte, soll es schon sein.
Voraussetzung dafür: kein ähnlich großes Verletzungspech wie 2024/25. „Wir konnten nie in voller Mannschaftsstärke antreten, haben deswegen zu viele Punkte liegen lassen“, blickt Alexander Gonser zurück auf eine Spielzeit, in der der VfL von 16 Saisonpartien gerade mal vier gewinnen konnte. Bis auf Maximilian Oelsner, der nach einem Mittelhandbruch im Sommer vorerst noch nicht mitwirken kann, ist die Mannschaft von Trainer Peter Funke identisch mit der des Vorjahres und gleichermaßen fit wie motiviert. Seit Ende der Sommerferien trainieren die Kirchheimer zwei mal pro Woche, inzwischen im Dettinger Hallenbad, wo es aus beckentechnischen Gründen keine offiziellen Begegnungen stattfinden können. „Trainingsspiele gehen“, weiß Alexander Gonser, „aber das machen wir eh nur intern.“
Wie schlagkräftig der VfL im Winter 2025 ist, wird sich nicht unbedingt im ersten Saisonspiel zeigen. Gegner SG Leimen/Mannheim gilt als etatmäßiger Aufsteiger, der freiwillig auf den Sprung in die Oberliga verzichtet hat, als einer der schwersten Kontrahenten. „Wir haben wenig Hoffnung, dort was zu holen“, gibt Alexander Gonser zu. Die Hoffnung auf Punkte ist seit jeher an die Heimspiele im eigenen Freibad und Begegnungen gegen vermeintlich schlagbare Teams wie Aufsteiger SBS Stuttgart oder den SSV Ulm geknüpft.
Ob und wie es in den anderen Auswärtsspielen läuft, wird wohl auch von der Tagesform und der Frage, wie man die jeweilige Anreise verkraftet, abhängen – nach bis zu 200 Kilometern Anreise zu Gegnern wie Freiburg finden Spiele in der Fremde auch gerne mal unter der Woche um 20 Uhr oder später statt. „Das ist nun mal das Los des Sports“, winkt Alexander Gonser lachend ab – der Spaß steht trotz aller Strapazen auch in der vierthöchsten deutschen Spielklasse immer noch an erster Stelle.

