Handball-Landesliga: VfL verliert gegen TG Nürtingen mit 19:25
Kirchheimer Derbyfrust

Die Landesligahandballer des VfL Kirchheim kommen nicht aus dem Tabellenkeller. Nach der 19:25 (9:10)-Heimpleite gegen Lokalrivale TG Nürtingen bleiben die Teckstädter Vorletzter. Dabei waren die Teckstädter den Nürtingern lange Zeit auf Augenhöhe begegnet.

Kirchheim. In den ersten Minuten gelang es keinem der beiden Teams, sich mit mehr als einem Tor abzusetzen. Der VfL hatte die Angriffe der TG gut unter Kontrolle, tat sich jedoch im Angriff sehr schwer gegen die offensive Nürtinger Deckung. Anderseits stand auch die Kirchheimer Defensive gut, was sich in der Gesamtzahl der Tore ausdrückte: Als die Nürtinger Mitte der ersten Halbzeit 6:5 führten, waren erst elf Treffer gefallen – beiden Mannschaften war die Wichtigkeit des Derbys deutlich anzumerken, was sich im nervösen Spiel auf beiden Seiten zeigte. Dennoch konnte man aus Kirchheimer Sicht zur Halbzeit zufrieden sein, war beim Stande von 9:10 doch noch alles möglich.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnittes war der VfL deutlich präsenter. Kurz nach dem Seitenwechsel schafften die Gastgeber nacheinander den 12:12-Ausgleich und die 13:12-Führung. Doch der Lauf der Tecksieben wurde durch die beiden Unparteiischen mit einer aus einer VfL-Sicht fragwürdigen doppelten Zwei-Minuten-Strafe gegen Julian Mikolaj unterbunden. Zwar überstanden die Kirchheimer die vierminütige Unterzahl nahezu schadlos, doch lief beim VfL danach nicht mehr viel zusammen. Nach dem 17:16 für die Gäste machte sich einmal mehr der dünne Kader bemerkbar. Technische Fehler und überhastete Aktionen luden die Nürtinger ein, sich über einfache Gegentore vorentscheidend auf 21:17 abzusetzen. Auch eine offensive Manndeckung zum Ende des Spiels konnte die sechste Saisonniederlage im neunten Spiel nicht verhindern. Wie bereits in den vergangenen Partien musste sich der VfL trotz gutem Spiel geschlagen geben, die Nürtinger gingen mit 25:19 als Sieger vom Platz, klettern damit auf den sechsten Tabellenplatz.

Die Kirchheimer stecken derweil als Vorletzter weiter in akuter Abstiegsgefahr. Immerhin: Nachdem sie kommendes Wochenende spielfrei sind, können die Teckstädter 14 Tage lang ihre Wunden lecken und sich auf das wichtige Auswärtsspiel am 23. November beim Tabellenneunten TV Aixheim vorbereiten. Dann wird auch der infolge seines Vereinswechsel seit Saisonbeginn gesperrte Marco Castello endlich spielberechtigt sein.ol

VfL Kirchheim: Pisch, O. Latzel – Osswald, Smetak (4/1), Mikolaj (1/1), Krempler (1), Schwarzbauer, Müller (1), Real (4),Schorr (2), Rudolph, Kuchenbaur (5/1), S. Latzel (1)