Die Segelflieger der Fliegergruppe Wolf Hirth haben erneut Punkte in der Bundesliga gesammelt und sich weiter von den Abstiegsrängen abgesetzt. In der Tageswertung belegten sie Platz fünf und verbesserten sich von Platz 14 auf elf. Damit beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze mittlerweile 16 Punkte
Das über Jahre eingespielte Duo Peter Kluge und Stefan Kessler entschied sich für eine anspruchsvolle Strecke vom Schwarzwald bis in die Schweiz, bis zum Lac de Neuchâtel. Besonders die Überquerung des Rheintals und der Übergang vom Südschwarzwald in den Schweizer Jura gelten als fliegerisch schwierig. Der anfliegende Linienverkehr zum Flughafen Zürich erfordert das exakte Einhalten der Luftraumgrenzen innerhalb eines schmalen Korridors – wenig Spielraum für die Suche nach optimalen Aufwinden. Dennoch meisterten Kluge und Kessler diese Passage ohne nennenswerte Geschwindigkeitsverluste. Mit einer Strecke von 511 Kilometern steuerten sie wichtige Punkte zur Wertung bei.
Ebenfalls erfolgreich war Rainer Rauch, der mit seinem Ventus 2cxM eine Strecke von 560 Kilometern absolvierte. Weitere punkteträchtige Leistungen kamen vom Team um Kilian Grefen und dem wettbewerbserfahrenen Junior Luc Hauser. Auf dem vereinseigenen Arcus flogen sie vom Schwarzwald über die Schwäbische Alb bis in den Raum südlich von Nürnberg. Dabei erzielten sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 136 km/h und sammelten 114 Speedpunkte in der zweistündigen Wertungszeit. Eine ähnliche Route wählte Sören Nölke im Ventus und erflog 124 Speedpunkte.
Am Sonntag zeigte sich das Wetter deutlich wechselhafter. Hitzegewitter mit teils kräftigen Schauern und sogar Hagel stellten die Piloten vor große Herausforderungen. Am besten kamen damit Patrick Puskeiler und sein Co-Pilot Manuel Ahr zurecht. Mit dem Vereins-Arcus ging es anschließend Richtung Schwarzwald, wo sich eine ausgeprägte Wolkenstraße mit sehr guten Steigwerten bildete. Diese Energielinie nutzten die beiden optimal und erreichten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 136 km/h, was ihnen 118 Speedpunkte einbrachte. Kurz bevor sich daraus eine starke Schauerlinien entwickelten, kehrten sie sicher zur Hahnweide zurück.
Auch Stefanie Gester verbuchte einen bemerkenswerten Flug. Mit ihrem Oldtimer „Zugvogel 3a“, aus dem Jahre 1957 absolvierte sie eine Strecke von knapp 250 Kilometern. sn

