Die Regionalligabasketballer der VfL Kirchheim Knights sind mit einem 79:62-Sieg aus dem „Fuchsbau“ des TSV Wieblingen zurückgekehrt. Die ersatzgeschwächte Mannschaft belohnte sich nach einem 25:0-Zwischenspurt im dritten Viertel und benötigt nur noch einen Sieg zur Vizemeisterschaft – was die beste Leistung seit 2006 bedeuten würde, das Jahr, in dem die Knights ins Leben gerufen wurden. Die Wieblinger hingegen müssen nun hoffen, dass aus der Regionalliga Südwest nicht ausschließlich Teams auf Baden-Württemberg absteigen. Dies wäre gleichbedeutend mit dem Abstieg in die Oberliga.
Da die zweite Kirchheimer Mannschaft in Konstanz einen Sieg benötigte, um den Abstieg aus der Bezirksliga zu vermeiden, spielten die Jungtalente der „Ersten“ allesamt dort mit, was neben den nach wie vor verletzten Spielern zu einer kleinen Rotation von acht Mann führte. Immerhin stand Neil Schwanenberg zur Verfügung, doch selbst der Defensivspezialist konnte den gegnerischen Aufbauspieler Christian Hofmann zu Beginn nicht stoppen. Kirchheim tat sich schwer, die Handvoll mitgereister Zuschauer sahen nicht das formstarke Team der vergangenen Wochen. Die Defensive agierte gewissenhaft, doch wurden immer wieder zweite Chancen zugelassen, während die eigene Offensive stotterte. Beim 3:9 nach sechs Minuten erfolgte die erste Auszeit. Anschließend führten Distanzwürfe zum 14:14-Ausgleich zum Viertelende. Der zweite Abschnitt geriet zur Achterbahnfahrt. Sechs Führungswechsel und von beiden Teams eine taktisch disziplinierte Vorstellung unterstrichen die Intensität. Da passte es ins Bild, dass gerade Hoffmann für die Füchse mit einem Floater die 33:21-Halbzeitführung erzielte. Neben dem Rückstand erschwerte auch die Foulbelastung von Schwanenberg und Haziri die Situation.
Die Halbzeitansprache motivierte die Teckstädter, die in Hälfte eins unter ihren Möglichkeiten geblieben waren. Zuerst punktete Schwanenberg in drei aufeinander folgenden Angriffen und die 36:35-Führung der Füchse war deren letzte. Was anschließend im Heidelberger Vorort geschah, raubte den Kirchheimer Fans und Verantwortlichen den Atem. Die Kirchheimer erzielten in den folgenden acht Minuten 25 Punkte ohne dabei einen eigenen Punkt zuzulassen. In der Verteidigung klaute man Bälle oder im Fall von Fansi blockte man die gegnerischen Wurfversuche sehenswert. Im Angriff lief der Ball durch die Reihen und gute Möglichkeiten wurden für noch bessere eingetauscht, sodass das Team selbst durch verschiedene Defensivtaktiken nicht zu stoppen war. Hoffmann unterbrach zwar den Lauf der Gäste, doch da war es für die Heimmannschaft zu spät: Mit 39:60 gingen sie ins letzte Viertel. Hier kamen die Füchse nochmal auf zwölf Punkte heran, doch am Ausgang der Partie sollte dies nichts mehr ändern. mw
VfL Kirchheim: Boyd (16/4 Dreier), Ebai Ndip, Fansi (13/1), Haziri (5/1), Mühlhäuser, Nicklaus (15), Paqarada (26/2), Schwanenberg (10)

