Erkenbrechtsweiler. „So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere.“ Mit diesem Satz versuchte sich einst DFB-Nationalspieler Lukas Podolski 2006 nach der 0:2-WM-Halbfinalniederlage gegen Italien innerlich zu trösten. Wobei die Betonung in dem launigen Podolski-Zitat auf dem Wörtchen manchmal liegt. In der Bezirksliga Neckar/Fils liefert die Sportgemeinschaft Erkenbrechtsweiler-Hochwang aktuell auf lokaler Ebene den Beweis, dass eben nicht immer der Bessere die fette Punktebeute macht. Denn wie ein Fluch liegt es in dieser Saison auf den wackeren Kickern von der Alb: Oft halten sie prima mit – wie vor knapp zwei Wochen beim respektablen 2:2-Remis gegen den FC Donzdorf oder am vergangenen Spieltag beim SV Göppingen II – doch letztendlich bleibt die Anzahl der gesammelten Zähler überschaubar.
Allzu viel spricht nicht dafür, dass der Tabellenvorletzte SGEH am Sonntag gegen den ambitionierten Tabellenzweiten TV Nellingen endlich den Durchbruch schafft. Nur zwei von 18 Punktspielen hat das Team von der Berghalbinsel gewonnen, mit 49 Toren die meisten Gegentreffer kassiert, und der letzte Sieg liegt – kaum zu glauben – fast ein halbes Jahr zurück. Am 15. September bezwangen die Kicker der Sportgemeinschaft im wohl besten Spiel der Saison auf heimischem Geläuf den FV 09 Nürtingen glatt mit 3:0.
Der TV Nellingen rückt mit der Empfehlung eines 2:1-Heimerfolgs über den FC Eislingen an. Wobei der TVN-Gegner bei der knappen Niederlage etliche Topchancen ungenutzt ließ. Ganz abgeschrieben haben die Optimisten unter den Nellinger Fans die Meisterschaft freilich noch nicht, doch angesichts eines Zehn-Punkte-Rückstands auf den überragenden Spitzenreiter gilt das Hauptaugenmerk der Sicherung des Aufstiegs-Relegationsplatzes zwei. Deshalb gilt es vor allen Dingen die Verfolgergruppe – angeführt vom FC Donzdorf (übermorgen spielfrei) – auf Distanz zu halten.
Während Spitzenreiter TSV Deizisau beim Tabellenzehnten TSV Neckartailfingen antritt, spielt der Liga-Vierte TSV Berkheim in Faurndau. Im Tabellenkeller richtet sich das Interesse der SGEH-Fußballer vornehmlich auf die Partien des Tabellendrittletzten TSV Grötzingen (beim TSV RSK Esslingen) und dem einen Platz davor befindlichen SV Göppingen II (in Altbach). Bedrohlich nahe der Abstiegsregion ist der TSV Wendlingen nach der deftigen 1:5-Klatsche in Berkheim am vergangenen Sonntag. Beim lokalen Evergreen gegen den abgestürzten Titelkandidaten FV 09 Nürtingen soll deswegen tunlichst ein Heimsieg her.rei
