Drei Spiele in sechs Tagen – auf die Zweitligabasketballer der Kreisbau Kirchheim Knights warten anspruchsvolle Aufgaben. Den Auftakt macht das Spiel in Koblenz am kommenden Montag (19.30 Uhr), gefolgt von den beiden Baden-Württemberg-Derbys zu Hause gegen Karlsruhe (Freitag) und in Tübingen (Sonntag).
Um sich bestmöglich auf die Partie in Koblenz vorzubereiten, reist der Kirchheimer Tross bereits am Sonntag an den Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Dort wartet mit dem Tabellenzwölften ein unangenehmer Gegner auf die Ritter. „Die Spiele in Koblenz sind immer schwierig“, erinnert sich Knights-Sportchef Chris Schmidt an den 105:98-Overtime-Krimi im vergangenen Dezember und die 57:73-Pleite dort vor drei Jahren. „Sie haben eine gute Mannschaft mit erfahrenen Akteuren. Unser Ziel ist es konzentriert und engagiert aufzutreten“, so Schmidt.
Personalsorgen beim Gegner
Die Koblenzer starteten mit drei Siegen aus den ersten vier Partien verheißungsvoll in die neue Spielzeit, hatten zuletzt aber mit einigen kaderlichen Veränderungen umzugehen. Nach der schweren Verletzung von Tyren Moore war Frankie Collins verpflichtet worden, der in zwei Partien mit im Schnitt 16,5 Punkten auch direkt zum Topscorer avancierte. Sein 14-tägiger Try-out-Vertrag wurde jedoch nicht verlängert. Ob der geplante Ersatz bereits am Montag gegen Kirchheim eingesetzt werden kann, ist noch offen.
Koblenz ist besonders zuhause ein unangenehmer Gegner.
Igor Perovic Head Coach der Knights
Die letzten drei Spiele der Nordpfälzer gingen allesamt verloren. Allerdings spielte Koblenz zuletzt gegen die stark einzuschätzenden Mannschaften aus Wolmirstedt, Giessen und Göttingen, die definitiv zu den Play-off-Aspiranten und Aufstiegskandidaten gehören. Distanzexperte Jayden Williams erzielt im Schnitt 13,1 Punkte pro Spiel und ist mit 51 Prozent verwandelter Dreier ein herausragender Schütze. Unter den Körben trägt Cameron Tongue (12,6 Punkte pro Spiel) die Hauptlast. Ihm zur Seite stehen mit Ferenc Gille, Alex Möller und dem ehemaligen Kirchheimer Jonas Niedermanner einige erfahrene Kräfte. Den Spielaufbau übernehmen zumeist Mason Kraus, sowie Chase Johnson, der mit 11,1 Punkten pro Spiel ebenfalls einen zweistelligen Wert erzielt. „Koblenz ist besonders zuhause ein unangenehmer Gegner“, weiß Knights-Trainer Igor Perovic, „sie spielen physisch und aggressiv. Darauf müssen wir uns einstellen und bereit sein.“
Bei einem Sieg würden die Knights übrigens die Startserie der Eisbären Bremerhaven aus der Saison 2019/20 einstellen, die damals mit acht Erfolgen aus den ersten acht Partien gestartet waren. Zur Pro-A-Bestmarke würden danach allerdings noch vier weitere Siege fehlen: In der Spielzeit 2018/19 kassierten die Niners Chemnitz erst am 13. Spieltag die erste Saisonniederlage. cs/tb
Tickets für das Heimspiel der Knights am Freitag kommender Woche in der Sporthalle Stadtmitte gegen Karlsruhe gibt es unter www.kirchheim-knights.de
Hallenprobleme der ganz anderen Art
Montagsspiele sind in Koblenz keine Seltenheit – warum die Pfälzer für Partien in der EPG-Arena auf den eher ungewöhnlichen Termin ausweichen (müssen), erklärt der für Marketing und Ticketing zuständige Patrick Pohlmann so: „Unsere Halle ist eine große Eventhalle und daher häufig schon lange im Voraus für andere Veranstaltungen gebucht. Wenn die Halle am regulären Wochenende nicht verfügbar ist, weichen wir deshalb vereinzelt beispielsweise auf Montag aus.“ pet

