Basketball 2. Liga
Knights schlagen Münster nach starkem Schlussspurt

Beim 93:79 in Münster feiern die Ritter den vierten Sieg in Folge, können den Tabellenletzten aber erst im vierten Viertel abschütteln.

Im entscheidenden Moment näher am Ball: Nil Failenschmid und die Knights haben die Wochentagsschicht in Münster mit einem Sieg b
Im entscheidenden Moment näher am Ball: Nil Failenschmid und die Knights haben die Wochentagsschicht in Münster mit einem Sieg beendet und fiebern nun dem Weihnachtsspiel am Dienstag in Göppingen entgegen. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster und Hagen trennen in der Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga satte 17 Plätze – für Kirchheims Korbjäger war der Gang zum Ligaschlusslicht am gestrigen Donnerstag allerdings deutlich schwerer als das Duell gegen den Spitzenreiter, das fünf Tage zuvor so dominant gewonnen worden war. Nach drei einigermaßen ausgeglichenen Durchgängen konnten die Ritter das Schlusslicht erst im letzten Viertel abschütteln und beim 93:79 den vierten Sieg in Folge und den siebten im 13. Saisonspiel einfahren.

Im ersten Viertel dominierten die Ritter zunächst unter beiden Körben – sowohl offensiv als auch defensiv schnappten sich die Kirchheimer die Rebounds. Dafür dauerte es allerdings, bis das Distanzvisier eingestellt war. Erst der siebte Dreier-Versuch landete im Ziel, als Nick Spinoso zwischenzeitlich auf 14:6 stellte. Nach einer Münsteraner Auszeit gestatteten die nun fahriger spielenden Ritter den Gastgebern einen 10:1-Lauf, den Chuck Harris mit zwei Dreiern in Folge zum 21:16-Viertelstand zu kontern wusste.

Nach Wiederanpfiff brachte Münsters Kapitän Cosmo Grühn die Gastgeber mit zwei schnellen Fernschüssen wieder in Schlagdis­tanz und zwang Knights-Coach Igor Perovic nach einem weiteren Dreier zum 27:27 zu seiner ersten Auszeit – mit mäßigem Erfolg: Fünf-Pope-Punkte in Serie brachten die Ritter zwar wieder in Front. Münster ließ sich aber nicht abschütteln, verteidigte aufmerksam und ließ Perovic beim 32:33 aus Kirchheimer Sicht das nächste Time-Out nehmen. Bis kurz vor Viertelende wechselte die Führung permanent, kein Team konnte sich absetzen, ehe sich die Müns­teraner stark schwächten: Point Guard Julian Larry musste nach seinem zweiten unsportlichen Foul komplett vom Feld. Gian Aydinoglu verwandelte neun Sekunden vor der Halbzeit die vier fälligen Freiwürfe, ehe Nil Failenschmid einen Dreier zum 45:40-Pausenstand versenkte.

Der Fünf-Punkte-Vorsprung hielt auch in den ersten vier Minuten des dritten Viertels (55:50), ehe Philipp Russell nach einer knapp eineinhalbminütigen Korbflaute mit einem verwandelten Dreier die erste Acht-Punkte-Führung seit dem ersten Viertel besorgte. Statt das Momentum zu nutzen und davonzuziehen, handelten sich die Knights einen 0:7-Lauf ein, den Perovic mit einer Auszeit zu unterbinden wusste – diesmal mit mehr Erfolg: Drei Dreier, unterbrochen von einem der Gastgeber, ließen die Ritter mit 67:60 in den Schlussabschnitt gehen.

Hier sorgte Philipp Russell mit drei schnellen Dreiern zum 76:60 für betretene Stille im Münsteraner Publikum, das nach zwischenzeitlich 19 Punkten Rückstand nochmals Morgenluft witterte, als ihr Team etwas weniger als drei Minuten vor dem Ende bis auf elf Zählern herangekommen war. Die Wende wollte den Westfalen allerdings nicht mehr gelingen.