Basketball-Regionalliga
Korbjäger vergeben Matchball zur Vizemeisterschaft

Der VfL verliert das letzte Heimspiel der Saison gegen Freiburg mit 79:89.

Unter beiden Körben war die Partie umkämpft. Foto: Thimo König
Unter beiden Körben war die Partie umkämpft. Foto: Thimo König

Die Entscheidung um die Vizemeisterschaft ist vertagt: Die Regionalligabasketballer der VfL Kirchheim Knights haben ihr letztes Heimspiel der Saison gegen den USC Freiburg mit 79:89 verloren und liegen vor dem letzten Spiel gegen die BG Remseck punktgleich mit Haiterbach auf dem zweiten Tabellenplatz.

Freibier macht Freude

Es war angerichtet in der Sporthalle Stadtmitte – die rund 150 Zuschauer freuten sich über Freibier von der Mannschaft, die bis in die Haarspitzen motiviert war, die Vizemeisterschaft auf heimischem Parkett klarzumachen. Doch die Freiburger hatten merklich was dagegen. Zwar waren beide Teams krankheits- und verletzungsbedingt nicht in Vollbesetzung, doch schien gerade der USC davon unbeeindruckt.

Mit enorm hohem Tempo ging der Gast nach fünf Minuten mit 16:8 in Führung, was die erste Kirchheimer Auszeit verlangte. Der VfL fand trotz Foulbelastung von gleich drei Spielern besser ins Match und verkürzte kurz vor der Viertelpause auf 19:23. Doch die letzte Minute im ersten Abschnitt geriet zum Fiasko aus Sicht der Gastgeber. Drei Ballverluste auf der eigenen Seite und drei erfolgreiche Dreipunktewürfe bei den Breisgauern, der letzte davon mit Ablauf der Viertelsirene von hinter der Mittellinie zum 34:22

Taktische Anpassungen nach der Pause schienen etwas zu fruchten und der Gegner hatte es schwerer, an die Freiwurflinie zu kommen. Dennoch setzte sich der USC nach und nach ab. 55 Punkte kassierte der VfL diese Saison in noch keiner Halbzeit. Immerhin nutzte man einen 8:0-Lauf um zur Halbzeit auf 45:55 zu verkürzen.

Nach der Halbzeit stotterte auch noch der eigene Offensivmotor. Nur zwölf Punkte reichen nicht für eine Aufholjagd, insbesondere wenn einfache Chancen liegen gelassen werden.

Monster-Lauf bleibt unbelohnt

Mit einem 57:76-Rückstand startete das vierte Viertel und in der Halle war es ruhig. Die meisten hatten sich bereits mit der Niederlage abgefunden, nicht jedoch die Gastgeber. Nochmals angestachelt und mit sehr aggressiver und risikanter Ganzfeldverteidigung setzte man den Gästen zu. Vorne fielen die Würfe und die Zuschauer wussten die Energie auf dem Parkett zu spiegeln. In nur sechs Minuten durch einen 22:2-Lauf ging der VfL mit 79:78 in Führung. Nach der zweiten Auszeit des Gegners sollte es dies aber auch gewesen sein. War kurz zuvor noch alles gelungen, zollte man nun den Tribut der Aufholjagd. Trotz mehrerer guter Defensivaktionen konnte der USC allein in den letzten vier Spielminuten neun Offensivrebounds abgreifen. Gleichzeitig verfehlten alle vier Freiwürfe ihr Ziel und der Traum der höchsten Aufholjagd war verflogen, die Revanche blieb aus. „Zehn sensationelle Minuten reichen nicht, wenn man im Rest des Spiels unter den Leistungen bleibt“, analysierte VfL-Coach Marco Wanzke die vierte Heimniederlage. mw

VfL Kirchheim: Abele, Boyd (18/2 Dreier), Failenschmid Clavera, Fansi (3), Haziri (9/3), Jorgusen, Lemke (2), Nicklaus (13), Paqarada (21/3), Pindonis, N.Schwanenberg (13)