Handball-Bezirkspokal: Owen ausgeschieden
Kreisligist 
blamiert TSVO

Nach einer desolaten Vorstellung haben sich die Owener Landesliga-Handballer mit 25:26 (15:9) gegen die HSG Leinfelden/Echterdingen aus dem Bezirkspokal verabschiedet. Gegen den unterklassigen Gegner fehlte es vor allem an Kampfgeist, Wille und der nötigen Frische.

Leinfelden. „Da dürfen auch keine Ausreden gelten“, so Trainer Manfred Haase nach dem Spiel. Mit einer Rumpftruppe von nur neun Spielern traten die Owener beim Kreisligisten Leinfelden an. Dabei gab der erst 17-jährige Georg Stoll ein ordentliches Debüt im Trikot der Teckstädter. Zahlreiche Stammkräfte fielen verletzungsbedingt aus oder wurden vorsichtsweise geschont. Doch dies dürfte als Ausrede für die mangelhafte Chancenauswertung in der harzfreien Halle nicht zählen.

Dabei lief zu Spielbeginn zunächst alles nach Plan. Gestützt auf eine stabilen Abwehr konnten die Owener vorlegen. Felix Kupferschmid vollendete einen schönen Tempogegenstoß in Minute zwölf zum 7:2 für die Gelbhemden. Owen schien das Spiel fest im Griff zu haben, und selbst die Echterdinger glaubten im Laufe der ersten Halbzeit nie an einen eigenen Erfolg. Immer wieder war es Matthias Büchele, der die Abwehr des Gastgebers stehen ließ und einnetzte. So stand es zur Pause 15:9 für Owen und es bestand wenig Grund zur Sorge.

Doch was sich dann in der zweiten Halbzeit ereignete, brachte sowohl den Owener Coach, als auch die mitgereisten Zuschauer in Rage. Die Teckstädter schienen wie ausgewechselt und ließen sich von den Gastgebern, die nun Lunte gerochen hatten, ein ums andere Mal den Schneid abkaufen. Spätestens nach dem 17:19-Anschlusstreffer (43.) hätten die Mannen von Haase gewarnt sein müssen. Die mangelnde Chancenauswertung und ein überragend aufgelegter Gästetorhüter nagten am Gemüt der Owener. In der Folge wurde der Zwei-Tore-Vorsprung jedoch durch gut herausgespielte Tore von Schmid und Martin weiter gehalten.

Doch dann die Wende. Über 24:25 glichen die Gastgeber zwei Minuten vor Ende der Partie zum 25:25 aus. Die Alarmglocken läuteten bei den Gelbhemden und einen fataler Abspielfehler nutzten die Echterdinger zur ersten Führung der Begegnung. Die Owener, die nun im Angriff waren, verloren erneut durch einen einfachen technischen Fehler den Ball, und der Gästetrainer zog die Auszeit. 20 Sekunden Restspielzeit standen zu Buche. Dur-Schmid fing einen Gästepass ab und hatte die Möglichkeit per Tempogegenstoß die Gelbhemden in die Verlängerung zu schießen. Doch erneut war es der Gästekeeper, der Leinfelden/Echterdingen den Sieg sicherte und damit den Einzug in die dritte Pokalrunde perfekt machte.

Nun steht für den TSV Owen wieder der Ligaalltag an. Am morgigen Samstag geht‘s zum wichtigen Auswärtsspiel nach Bartenbach. Man hat gesehen, dass man ohne die nötige Einstellung und eine professionelle Spielvorbereitung selbst gegen einen vermeintlichen Underdog den Kürzeren ziehen kann.rs

TSV Owen: Stoll, Bäuchle – Kupferschmid (2), Martin (7/1), Büchele (8), Thum, Schmid (6/1), Bauer (1), Dur-Schmid (1)