Handball-Landesliga: Owen gelingt beim 27:23 gegen Hohenacker der erste Sieg
Lebenszeichen aus der Teckhalle

Mit einem 27:23 (17:8)-Heimerfolg über den SSV Hohen­acker haben die Landesligahandballer des TSV Owen nach fünf Niederlagen zum Auftakt der Saison ein Lebenszeichen in der noch jungen Spielzeit gesendet.

Owen. Mehr war es allerdings nicht, denn die Teckstädter verpassten es nach einer komfortablen Pausenführung (17:8) den Vorsprung weiter auszubauen. Stattdessen hieß es kurz vor Ende noch einmal zittern, als die eigentlich harmlosen Gäste auf vier Tore verkürzen konnten.

Von Beginn an dominierten die Gelbhemden eine eigentlich einseitige Partie. Schnell hatten sich die Mannen von Trainer Manfred Haase einen 4:1-Vorsprung erspielt. Die Abwehr vor einem gut aufgelegten Thomas Langlinderer im Tor agierte ebenfalls sehr robust und ließ den Gästen kaum Platz zur Entfaltung. Einzig Helge Fröschle mit seinen Unterarmschlagwürfen bereitete den Gelbhemden zu Beginn einige Schwierigkeiten.

Über 7:4 konnten sie die Owener auf 13:5 absetzen. Vor allem Sascha Meissner in seinem vorerst letzten Saisonspiel zeigte sich in blendender Spiellaune und traf im ersten Abschnitt gleich sechs Mal für die Teckstädter – doch so richtig wollte kein Owener Anhänger dem Frieden trauen. Zu schwankend waren die Leistungen in den bisher absolvierten Partien. Doch Owen blieb bis zum Seitenwechsel die spielbestimmende Mannschaft und hatte die Gäste völlig im Griff. Dementsprechend ging es mit einem 17:8-Vorsprung für Owen in die Kabinen.

Owens Coach Manfred Haase versuchte in der Pause, die Anspannung bei seinen Spielern hochzuhalten und warnte davor, allzu schnell diese Partie abzuhaken. Wie Recht er damit haben sollte, bekamen die Teckstädter kurz vor Ende der Partie zu spüren. Zwar konnten die Gelbhemden gleich nach dem Seitenwechsel den Vorsprung auf 19:9 ausbauen, danach schalteten die Gastgeber jedoch im Gefühl des sicheren Sieges gleich drei Gänge zurück.

Owen verpasste es fortan frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Stattdessen gingen die Gelbhemden in der Defensive nur noch halbherzig zur Sache und im Angriff schlich sich Bruder Leichtfuß ein. Jeder Spieler wollte nun im Alleingang für die Spielentscheidung sorgen. Statt wie zuvor über die spielerische Komponente zum Erfolg zu gelangen, verzettelten sich die Gastgeber in Einzelaktionen. Die Gäste nutzten diese Verunsicherung im Owener Spiel, um den Rückstand zu verkürzen. Kontinuierlich gelang es den Gästen den Rückstand zu minimieren.

Nach dem Treffer von Marvin Haag zum 25:21 aus Owener Sicht betrug der Vorsprung der Gastgeber noch vier Treffer. Auf der Tribüne der Owener Teckhalle wurden die Sorgenfalten bei den Fans immer größer, doch Raphael Schmid und Tobias Bäuchle sorgten wieder für Beruhigung auf den Rängen. Kurz vor Ende der Partie war beim Stand von 27:21 alles entschieden. Die Gelbhemden verpassten es dann noch einen klaren Erfolg herauszuwerfen, und so kamen die Gäste noch zur Ergebniskosmetik. Am Ende sicherten sich die Owener einen verdienten 27:23-Erfolg und damit die ersten Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

Hervorzuheben ist auch die souveräne Spielleitung der beiden Unparteiischen, die mit der Partie trotz ihrer Brisanz für beide Teams meist keine Probleme hatten und sich kaum Schwächen erlaubten.

Nichtsdestotrotz sollten sich die Mannen von Coach Manfred Haase im Klaren sein, dass man mit einer Leistung wie im zweiten Spielabschnitt wohl gegen keinen anderen Gegner am Ende als Sieger vom Platz gegangen wäre. Für die kommenden Wochen heißt es nun, die Leistung der ersten Halbzeit auszubauen und den schwachen zweiten Durchgang abzuhaken. Gegen den kommenden Gegner HSG Ostfildern dürfte andernfalls kein Kraut gewachsen sein, da der Württemberg-Ligaabsteiger ein Gegner anderen Kalibers ist.jb

TSV Owen: Langlinderer – Bäuchle (2), Dunkel, Mosca (1), Jauss (1), Kerner (2), Schmid (2), Meissner (8/2), Martin (6), Bauer (1), Büchele (4), Dur-Schmid.

SSV Hohenacker: Lange, Rudolf – Lidle (2), Köhn (2), Fröschle (6), Fischer, Widhelm (2), Haag (7/2), Erhardt, Loribi, Federhofen (2), Gauss (2), Rudolf.

Schiedsrichter: Jürgen Eckert/Uwe Striebel (HC Bad Wimpfen / TV Mosbach)