Kirchheim. Die Erleichterung nach dem Sieg in Crailsheim war riesig. Viel wichtiger als das Ende der fast schon unheimlichen Negativserie in der Hakro-Arena war die Trendwende nach fünf Niederlagen hintereinander. Doch es bleibt keine Zeit, den Derbysieg so richtig zu genießen. „Wir haben bis Weihnachten noch einige schwere Spiele vor uns“, richtet Trainer Ignjatovic den Blick auf die kommenden Wochen. „Wir werden versuchen, den einen oder anderen Sieg mitzunehmen. Leicht wird das aber sicher nicht. Wir müssen weiterhin schwer für jeden Erfolg arbeiten.“
Das gilt auch morgen, wenn die Ritter in der heimischen Sporthalle Stadtmitte auf die Uni-Riesen aus Leipzig treffen. Der Aufsteiger steht momentan mit nur zwei Siegen am Tabellenende. Ein einfacher Gegner? Ganz klar nein. Denn die Leipziger haben in dieser Saison bereits mehrfach ihr Potenzial gezeigt. Gegen den Tabellendritten aus Göttingen gelang ihnen der erste Saisonsieg. Der zweite folgte gegen Chemnitz. Selbst die Niederlagen gegen Karlsruhe, Nürnberg und Heidelberg wurden äußerst unglücklich und auch nur knapp verloren. Dies dürfte für Tomasevic und Co. genug Warnung sein, den Gegner ernst zu nehmen.
Auch ein Blick auf die aktuelle Tabelle genügt, um mit der richtigen Einstellung in die Partie zu gehen. Trotz Tabellenplatz 13 trennt die Knights nur ein Sieg von den Play-off-Plätzen. Allerdings ist man auch nur eine Niederlage von einem Abstiegsplatz entfernt. Die Partie hat für die Kirchheimer also eine enorme Bedeutung. Dominik Schneider und Sebastian Adeberg werden morgen mit dabei sein. Beide verletzten sich im Spiel gegen Crailsheim. Schneider wird nach seinem Nasenbeinbruch mit Gesichtsmaske auflaufen, Adeberg, der das Ende in Crailsheim wegen einer Knieverletzung verpasste, wird wieder einsatzbereit sein. Auf den Einsatz der beiden Abwehrstrategen wird es auch am Samstag ankommen.
Im Leipziger Team trifft man dagegen auf alte Bekannte: Mit Kai-Uwe Kranz kehrt ein ehemaliger Kirchheimer, dessen exzellenter Distanzwurf noch in Erinnerung sein dürfte, zurück unter die Teck. Unterstützung erfährt der Distanzschütze in erster Linie von Nikita Khartchenkov. Mit knapp 15 Punkten pro Partie ist der zweitligaerfahrene Forward der Topscorer des Teams von Coach Ivan Vojtko. Ob der Trainer morgen selbst an der Seitenlinie stehen wird, steht dagegen noch nicht fest. Wegen einer Lungenembolie musste er das vergangene Auswärtsspiel der Leipziger in Cuxhaven vom Krankenbett aus verfolgen.
Nach dem Gothaer Sieg am vergangenen Wochenende steht Leipzig mit dem Rücken zur Wand und benötigt dringend Punkte. Punkte, die die Knights wohl nicht so einfach hergeben werden. Die Fans dürfen sich also auf ein intensives und spannendes Spiel freuen. Los geht es am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte. Tickets sind wie immer erhältlich unter www.kirchheim-knights.de.cs/tb
