Rückrundenstart in Deutschlands zweithöchster Basketballspielklasse: Im ersten der 17 restlichen Saisonspiele empfangen die Bozic Knights am Samstag ab 19 Uhr die Uni Baskets Münster. Der Tabellenletzte hat im bisherigen Saisonverlauf zwar schon für die eine oder andere Überraschung gesorgt, das Hinspiel zählt allerdings nicht dazu. Am 18. Dezember verloren die Münsteraner in der heimischen Sporthalle am Berg Fidel gegen Kirchheim mit 79:93. Tylan Pope war mit 26 Punkten Topscorer der Partie.
Ebenjener Pope dürfte es am Samstag mit einem neuen direkten Gegenspieler zu tun bekommen. Die Baskets haben vor zwei Wochen Philip Alston aus den USA verpflichtet. Während am vergangenen Wochenende noch die nötigen Arbeitspapiere einen Einsatz verhindert hatten, geht man unter der Teck davon aus, dass der Neuzugang am Samstag im Schwabenland seinen ersten Auftritt im Trikot der Münsteraner feiern dürfte.
Alston hat mit 1,98 Metern und 110 Kilo nahezu die gleiche Statur und Spielweise wie Pope. Er spielte gemeinsam mit Ex-Ritter Braden Norris am College und fiel den Knights-Verantwortlichen damals bereits ins Auge. „Beim Scouting von Braden haben wir auch bei Alston nachgefragt, aber da gab es keinerlei Chance. Er war der beste Spieler in Bradens Team und ist eigentlich kein Spieler für die ProA. Da hat Münster sehr gut gearbeitet", berichtet Knights-Sportchef Chris Schmidt. Über die NBA Summer League und die G-League, führte der Weg nach Deutschland, und dort soll Alston nicht weniger als den Abstieg für Münster verhindern.
Münsteraner mögen den Süden
Nach der Verletzung von Center Adam Touray, krankt es bei den Baskets vor allem in der Offensive, die die momentan schwächste Angriffsreihe der Liga darstellt. In der Verteidigung arbeitet die junge Mannschaft von Head Coach Götz Rohdewald mit viel Einsatz und Herzblut. Dass sich die Münsteraner im Süden Deutschlands wohlfühlen und durchaus zu außergewöhnlichen Leistungen imstande sind, zeigte der 83:71-Auswärtserfolg Mitte Dezember in Tübingen.
„Münster ist absolut nicht zu unterschätzen. Sie kämpfen um jeden Ball und haben viel Talent in ihrer Mannschaft. Die Verletzungen haben sie zurückgeworfen, aber junge Spieler haben die Fehlenden kompensiert und sind an ihrer Aufgabe gewachsen. Wir müssen mit hoher Energie spielen und dürfen nicht den Fehler machen, sie zu unterschätzen“, erklärt Knights-Head Coach Igor Perovic.
Im eigenen Team durfte Perovic zu Wochenbeginn wieder Gian Aydinoglu im Training begrüßen. Der Guard hatte beim jüngsten Auswärtserfolg in Paderborn erkältungsbedingt gefehlt. Und auch sonst sind derzeit alle Akteure fit, einsatzbereit und gewillt, das letzte Heimspiel vergessen zu machen: Vor zwei Wochen hatten die Knights in der Sporthalle Stadtmitte gegen Bayreuth verloren. cs
Tickets gibt es unter kirchheim-knights.de

