Ulm. Die Vorzeichen hatten für die Dettinger gar nicht so schlecht gestanden. In den vergangenen drei Wochen hatte die Mannschaft von Trainer Klaudius Scheufele genügend Zeit gehabt, ihre Lehren aus dem verlorenen Spiel gegen den TSB Ravensburg zu ziehen.
Doch schien von Beginn an der Wurm im Spiel zu sein. Gleich mit 0:5 lag man zurück, ehe man überhaupt den ersten eigenen Angriff starten konnte. Zu viele Bälle fanden nicht ihren Weg zum Zuspieler. Und wenn dann doch ein Ball an einen Angreifer vergeben wurde, stand meistens der starke Ulmer Block im Weg. Aufseiten des TTV dagegen verspielte man ein ums andere Mal die Chance, durch den eigenen Block einen direkten Punkt zu erzielen. Wieder und wieder nutzte Ulm kleine Lücken im Block oder schlug einfach daran vorbei. Wenn Dettingen dann selbst am Zug war, vergab man zu oft den eigenen Aufschlag. Selten landeten so viele Angaben im Aus wie an diesem Tag. Wen wunderte es da, dass das Spiel bereits nach 57 Minuten entschieden war. Einzig im dritten Satz fand noch einmal Gegenwehr statt und die Gäste zeigten zeitweise eine gute Abwehrleistung. Doch selbst eine Vier-Punkte-Führung Mitte des dritten Satzes reichte am Ende nicht, Ulm gewann den Durchgang mit 25:23.
Zeit, um dem verpassten Sieg nachzutrauern, bleibt allerdings nicht. Aufgrund einer Spielverlegung müssen die TTV-Herren bereits am kommenden Sonntag wieder ran. Dann werden vor heimischer Kulisse der TSV Eningen II sowie der SC Weiler erwartet. Die mit dem TTV punktgleichen Eninger liegen zurzeit einen Platz vor Dettingen auf Rang sechs. Der SC Weiler hat mit drei Niederlagen ebenfalls noch nicht in die Saison gefunden, muss gleich vier Abgänge kompensieren. Einer davon ist TTV-Trainer Klaudius Scheufele, der trotz der schwachen Leistung gegen Ulm zwei Siege am kommenden Wochenende erwartet.
Ein weiterer Abgang der Weiler steht ebenfalls im Dettinger Kader. Für Jens Mäbert, der im Sommer zum TTV wechselte und nun im Zuspiel seinen Platz gefunden hat, wird es ein Spiel gegen alte Mannschaftskameraden. Bei zwei erfolgreichen Spielen am Sonntag könnte sich der TTV etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Auf die Unterstützung der Fans können sich die Herren dabei verlassen, zumal es vergangenes Jahr beim Derby gegen Weiler einen Zuschauerrekord gab.
Eine positive Nachricht vom Wochenende gibt es dann aber doch noch: Andreas Ratzkowski, der beim Spiel in Ulm fehlte, durfte sich in der Nacht auf Samstag über Nachwuchs freuen.leh