Kaum zu glauben, aber wahr: Erst drei Wochen ist es her, dass sich der VfL Kirchheim gegen das Team aus Donzdorf zuhause eine bittere 0:6-Schlappe leistete. Doch dieselbe Mannschaft kann morgen mit viel Dusel und dem Zutun der Konkurrenz plötzlich Spitzenreiter der Bezirksliga Neckar/Fils werden. Dazu müsste ein Sieg beim Tabellenfünften FV Vorwärts Faurndau her, der seinem Vereinsnamen momentan alle Ehre macht und sich mit drei Siegen und einem Unentschieden wie der VfL auf dem Vorwärtsmarsch befindet. „Das wird nicht einfach. Dazu müssen wir stabiler werden, eine gute Leistung länger als nur eine Halbzeit bringen“, fordert Ferdi Er. Der verletzte Spielertrainer kann auf dem Platz nichts dazu beitragen. Sein Bänderriss im Fuß lässt in den nächsten zwei, drei Wochen noch keinen Einsatz zu. So konzentriert sich auf dem Platz morgen vieles auf den Auftritt der beiden Torjäger, beide gleichauf mit bisher vier Treffern. Bei Kirchheim Meksud „Mezo“ Colic (33), lizensierter Trainer und beim VfL Vorgänger von Ferdi Er. 194 Spiele, 113 Tore und 49 Assists für Kirchheim und vorher bei Bad Boll. Bei Faurndau Samuele „Razzo“ Ramza (23), Schullehrer, Personaltrainer, vorher FC Eislingen. 100 Spiele, 61 Tore, 36 Assists. Wer entscheidet dieses Duell?
Jesingen unter Siegzwang
Nach der vierten Niederlage im fünften Spiel am Donnerstagabend gegen Eislingen (0:2) ist der TSV Jesingen auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und steht zuhause gegen Frickenhausen schon fast unter Siegzwang. „Wir müssen einfach mal den Schalter umlegen“, fordert Trainer Cesare d’Agostino, der trotzdem noch die Rückendeckung des Vereins spürt („Es wäre das Einfachste, jetzt auf den Trainer loszugehen“). Große Alternativen im Spielerkader? Bis auf Rückkehrer Preuß nach Fersensporn Fehlanzeige.
Federkostüm hat schon Lücken
Aufsteiger TSV Weilheim musste nach seinem hoffnungsvollem Saisonstart ebenfalls Federn lassen – drei Niederlagen am Stück. Zuletzt gab es nach offenem Schlagabtausch ein bitteres 3:4 in der Nachspielzeit gegen Mitaufsteiger Vorwärts Faurndau. „Das kostete Körner und Moral“, meint Salvatore de Rosa. Für den morgigen, allerersten Auftritt um Bezirksliga-Punkte gegen SC Geislingen II im Eybacher Tal fordert der Trainer von seinen Mannen mehr Konsequenz in der Abwehrarbeit und mehr Entschlossenheit in der Offensive bei der Chancenverwertung. Sonst droht den Weilheimern der Sturz in die Abstiegszone. Ansonsten wäre ein Sieg der passende Aufsteller für das Pokalspiel vier Tage später gegen Plochingen.

