Kirchheim. Beim Spiel in der sächsischen Metropole erwartet die Truppe von Trainer Frenkie Ignjatovic eine schwierige Aufgabe. Mit sieben Siegen aus den ersten acht Partien sind die Chemnitzer hervorragend in die Saison gestartet und liegen punktgleich mit Tabellenführer BG Göttingen auf Platz zwei. Mit einigen Neuzugängen verstärkt, sind die Chemnitzer bislang die Überraschung der noch jungen Saison. Brandon Robinson, Eric Palm, Trevor Noack und Aud Guy sind die namhaftesten Verstärkungen, die das Team von Trainer Felix Schreier zu Saisonbeginn erhalten hat. Forward Robinson führt mit 21,4 Punkten das Punkteranking der Chemnitzer an. Ligaweit liegt er mit seinem Schnitt auf Platz zwei der besten Scorer. Ihn zu stoppen, wird die Hauptaufgabe für das Kirchheimer Team sein. Besonders Ben Beran, Sebastian Adeberg, DJ Byrd und Max Rockmann dürften mit dieser Aufgabe betreut werden.
Die Teckstädter können ihrerseits mit breiter Brust in Chemnitz antreten. Mit sechs Siegen starteten die Ritter ebenfalls gut in die Saison und liegen momentan auf dem fünften Tabellenplatz. Größter Trumpf war dabei bislang die mannschaftliche Ausgeglichenheit. Mit Rockmann, Byrd, Smithson, Beran und Tomasevic hatten die Teckstädter in den ersten Saisonspielen bereits fünf verschiedene Topscorer, weshalb die Truppe äußerst schwer auszurechnen ist. Mit Sebastian Adeberg und Björn Schoo hat Trainer Ignjatovic weitere Optionen in Angriff und Verteidigung, die das Spiel der Kirchheimer noch variabler und dominanter gestalten können.
Dass noch nicht alle Rädchen ineinandergreifen, ist nach der kompletten Neustrukturierung des Kaders keine allzu große Überraschung. Doch vor allem Kampfgeist und Moral sind bei Kirchheims Korbjägern vorbildlich. Nachdem in den vergangenen Wochen einzelne Spieler von Erkältungen geplagt worden waren, scheint auch diese Phase nun vorüber. Zuletzt kurierte Björn Schoo seine Erkältung vollständig aus.
Können die „kleinen“ Fehler auf ein Minimum reduziert werden, dürfte gegen Chemnitz etwas möglich sein. „Dort ist es immer sehr schwierig, zu spielen. Die Mannschaft ist extrem heimstark“, weiß Ignjatovic. In der Vorsaison war den Rittern beim Auswärtsspiel in Chemnitz eine der besten Saisonleistungen gelungen, und man kehrte mit einem deutlichen Sieg nach Hause – eine der wenigen Erinnerungen aus der katastrophalen Vorsaison, die Kirchheims Basketballfans nur allzu gerne wieder erleben würden.cs