Weil. Nach dem siebten und letzten Wettkampf belegen die Schützen des TSV Ötlingen Platz zwei der Bundesliga Süd. Damit treffen die Rübholzpistoleros bei den Finalkämpfen am 4. Februar in Paderborn auf den Tabellendritten der Bundesliga Nord, SV Kriftel, gegen die es um den Einzug ins Halbfinale geht. Hier wartet der Sieger aus der Paarung Fürth gegen Broistedt.
In der Sporthalle in Weil am Rhein trafen die fünf Ötlinger Schützen zunächst auf die SGi Ludwigsburg. In der Paarung auf der Spitzenposition lieferten sich Yusuf Dikec und Florian Brunner einen packenden Wettkampf. Nach der Hälfte der 40-Schuss-Distanz lag der türkische Nationalmannschaftsschütze in Diensten des TSVÖ mit drei Ringen vorn. Brunner konterte in Serie dreimal mit 98 Ringen und glich aus. Erst die vierte Serie, in der Dikec 97 Ringe und Brunner nur 91 Ringe schoss, brachte die Entscheidung mit 385:379 zugunsten des Ötlingers.
Zwischenzeitlich hatte sich aber in den anderen Partien das Blatt zu Ungunsten der Ötlinger gewendet. Der wie immer schnell schießende Andreas Schneider stellte Patrick Lengerer vor eine schwere Aufgabe. Beide lagen nach zwei Serien noch gleichauf. Lengerer führte nach Durchgang drei nur mit einem Ring, konnte aber in der letzten Serie die vorgelegten 98 Ringe von Schneider nicht toppen und verlor 374:379. Ähnlich erging es der Ötlinger Nummer drei, Leo Braun. Nach 30 Schuss lag er mit nur einem Ring hinter Frederic Dzierzon. Braun beendete seinen Wettkampf zuerst mit 376 Ringen. Der Ludwigsburger nutzte seine Chance, schoss in seiner letzten Serie 96 Ringe und schlug Braun mit 380:376.
Da auch die Begegnungen vier und fünf zu diesem Zeitpunkt die Ludwigsburger in Führung sahen, kündigte sich für die Ötlinger eine nicht erwartete, deutliche Niederlage an. Markus Geipel konnte in der letzten Serie einen Vorsprung seiner Gegnerin Julia Hochmuth mit einer guten letzten Serie wettmachen und diese Paarung mit 372:370 entscheiden, was den 2:2-Ausgleich bedeutet. Alles kam jetzt auf das Duell zwischen Franz Roth und Jörg Kobarg an. Eine 99-Ringe-Serie des Ludwigsburgers brachte diesen nach anfänglich ausgeglichenen Durchgängen auf die Siegerstraße. Kobarg versuchte zu kontern, hielt sich auch bis zu seinem letzten Schuss die Möglichkeit eines Stechens offen. Seine acht Ringe reichten aber nicht, er verlor mit 376:378 und lieferte den letzten Punkt zum 3:2 für Ludwigsburg ab.
In der für Ötlingen alles entschei-denden Begegnung gegen den ESV Weil am Rhein trafen in der Spitzenpaarung Yusuf Dikec und Christian Schebesta aufeinander. Dikec legte mit 100 Ringen in der ersten Serie mächtig vor, ließ in Serie zwei noch einmal 96 Ringe folgen und führte nach 20 Schuss bereits mit acht Rin-gen. Am Ende hieß es 389:377 für den Ötlinger. Patrik Lengerer hatte in Markus Abt einen gleichwertigen Gegner. Nach zehn Schuss lag der Ötlinger nur um einen Ring in Front, konnte seinen Gegner aber nicht abschütteln und verlor 378:379. Leo Braun steuerte per 376:369-Sieg über Arben Kucana den Punkt zum 2:1-Zwischenstand für Ötlingen bei, den Markus Geipel dank eines 372:370-Erfolgs über Michael Schwald auf 3:1 ausbaute – da fiel die 371:379-Niederlage von Achim Rieger gegen den stärksten Weiler, Mustafa Ustaoglu, nicht mehr ins Gewicht.
