Drei Pflichtspiele in acht Tagen. Zweimal in der Bezirksliga um Punkte, einmal in der vierten Runde des WFV-Pokals. Zumindest in dieser Hinsicht werden die Bezirksliga-Kicker des VfL Kirchheim und des TSV Weilheim körperlich ähnlich gefordert wie die Profis in der Bundesliga. Wer meistert diesen Härtetest mit Erfolg?
Umgekehrt wie etwa beim Eiskunstlauf folgt auf das Kür-Programm Pokal nun die Pflicht, die der VfL mit neuem Selbstvertrauen bestreitet. „Wir haben das Spiel trotz unseres kleinen Kaders 90 Minuten dominiert und hätten sogar noch höher gewinnen können“, freut sich Philip Kühnert, der mit Mittelfeld-Stratege Ferdi Er das Trainergespann bildet. Die beiden sind seit fünf Jahren gemeinsamer Spielzeit in Oberensingen dicke Freunde. Der Erfolgsgarant beim Pokalspiel in Salach war der gelungene Auftritt von vier A-Jugendspielern, alle über 90 Minuten. Kühnert: „Das war ein super Auftritt. Alle haben sich empfohlen“. Auch für morgen? Da besteht die Qual der Wahl. Die Jugend ist Tabellenführer und will aufsteigen. VfL-Gegner RSK Esslingen hat schon 22 Punkte, vier mehr als der VfL, der gegen den Aufsteiger einen „heißen Tanz“ erwartet, aber nach zwei Siegen seine kleine Serie fortsetzen will.
Erhobenen Hauptes erwartet der TSV Weilheim auf Kunstrasen den TSV Oberboihingen. Klar, nach dem lockeren 3:0-Erfolg vor zwei Tagen beim selben Gegner. Der Pokalerfolg war schon der vierte Sieg hintereinander. Und diesmal sind der zuletzt gesperrte Mike Tausch und der geschäftlich verhinderte Torwart Yannik März wieder mit von der Partie.
Defensive stabilisieren
„Es ist fünf vor, noch nicht nach Zwölf. Ein neuer Impuls legt grundsätzlich neue Kräfte frei“, spricht Abteilungsleiter Thomas Reinöhl sich und den Seinen, die zuletzt in der Abstiegszone gelandet sind, frischen Mut zu. Der neue Mann an der Seitenlinie soll‘s richten: Christian Mirbauer, der den glücklosen Trainer Cesare d’Agostino abgelöst hat. Im Gegensatz zum Salacher Trainer-Dreigestirn Nigl/Oelkuch/Zenn hatte er für die Vorbereitung und Einstellung auf den Gegner etwas mehr Zeit. Denn die TSG musste im Gegensatz zum TSV noch gegen Kirchheim ran. Mirbauers vordringlichste Aufgabe: Die Defensive stabilisieren. Bei 30 Gegentoren in elf Spielen verwundert es nicht, dass der TSV im Tabellenkeller sitzt.

